Nachwuchs-Musiker bereichern Rockabend im Kino

Sevenheat & Friends haben am Samstag im ausverkauften Falkensteiner Clubkino vor 180 begeisterten Gästen gespielt. Auch zwei junge Grünbacher traten auf.

Falkenstein.

Vier bis fünf Mal richtet der junge Verein Falkensteiner Kulturkombinat im wiederbelebten Clubkino seiner Heimatstadt Veranstaltungen aus. Renner sind die Rockabende. Das hat sich am Samstag wieder gezeigt. Sevenheat & Friends spielten vor etwa 180 begeisterten Besuchern Titel aus mehreren Jahrzehnten Rockgeschichte. Damit war das Konzert mit Jam Project, Leander Gronem und Jonas Kreißl ausverkauft.

Wie es das Vereinskonzept vorsieht, soll die traditionsreiche Lichtspielkulisse nicht nur gestandenen Musikern als Auftrittsplattform dienen, sondern auch dem Nachwuchs. Diesmal reihten sich Leander Gronem und Jonas Kreißl ein. Die 17 und 18 Jahre alten Grünbacher machen seit ihrer Kindheit Musik. Leander Gronem greift am liebsten zur Gitarre, steht eigenen Aussagen zufolge besonders auf Blues und überzeugte am Samstag mit Solotiteln. Saxofonist Jonas Kreißl gehört seit einem Jahr zur Besetzung von Sevenheat. Vorgestern stand auch er allein im Scheinwerferlicht - als Johnny Cash. Nach dem Abitur wollen die beiden langjährigen Musikschüler am Ball bleiben. Leander hat sich vorgenommen, Musiklehrer zu werden. Bei Jonas muss die Entscheidung zwischen Chemie- und Medizinstudium noch fallen. Er will neben dem Beruf weiterspielen und -singen. Nicht nur aus Spaß am Musikmachen. "Über die Auftritte kann man viele Kontakte knüpfen", sagte der Grünbacher.


Jam Project, ein Trio aus Rothenkirchen, Rodewisch und Hammerbrücke, übernahm den zweiten Konzertblock am Samstagabend und spielte Akustik-Rocktitel. Das Kino kennen sie aus ihrer Kinderzeit und Jugend. "Ich kann mich erinnern, dass ich früher hier war und wahrscheinlich 'Dirty Dancing' gesehen habe", sagte Madlin Sterzel. Bei Jörg Heidrich war es der erste "Harry Potter"-Film. Alle drei finden es positiv, dem einstigen Lichtspielhaus eine neue Funktion zu geben und dessen Vorteile zu nutzen. "Kinos sind konzipiert für gute Akustik", meint Florian Müller.

Ende 2015 öffneten Alexander Persigehl, Michael Lienemann und Theodor Kießling junior das Haus nach etwa zwei Jahrzehnten Schließung mit ihrem neuen Konzept. Hinter den Freizeit-Kulturförderern stehen noch mehr Freiwillige: ihre Frauen. "Sie machen unentbehrliche Arbeit, übernehmen die Vorbereitung, kümmern sich um Deko, Getränke und stehen hinter der Bar", zählte Alexander Persigehl auf. "Allein könnten wir das nicht bewerkstelligen." Er und seine Mitstreiter sind vom Zuspruch angetan. "Im Gespräch mit Gästen merken wir auch, dass die Richtung stimmt."

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