Nächster Schritt Richtung Sanierung des Waldbades Brunn

Eine Köthener Firma soll ein Sanierungskonzept für kaputte Beckenanlagen und marode Schwimmbadtechnik in Brunn erarbeiten. Der Stadtrat entscheidet am Montag.

Auerbach.

Die stadträtliche Projektgruppe Waldbad Brunn kommt voran: Nachdem sie sich im November vom gesamten Stadtrat eine Projektskizze für die Sanierung der Ganzjahresanlage genehmigen ließ, geht es am Montag in der ersten Sitzung 2021 um Sanierungskonzept und Kostenrechnung. Für rund 4700 Euro soll mit deren Erarbeitung eine Firma in Köthen (Sachsen-Anhalt) beauftragt werden.

CDU-Stadtrat Joachim Otto betont, dass es sich bei der Firma wbv-technologie um Spezialisten für Beckenanlagen und Schwimmbadtechnik handle und bei der Betrachtung demzufolge die bauliche Struktur der Anlage erstmals außen vor bleibe. Konkret soll die gesamte Badinstallation und -technik bewertet und geprüft werden, inwieweit sie noch funktionsfähig ist.

Hintergrund dieser Analyse ist ein parallel laufendes Fördermittelantragsverfahren. Um in Zusammenarbeit mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas in ein entsprechendes Bundesprogramm zu kommen, wurde im Herbst die erwähnte Projektskizze eingereicht. Vorerst geplanter Sanierungsumfang: 5,3 Millionen Euro.

Die Projektgruppe Waldbad Brunn wurde im Herbst 2020 gebildet, nachdem sich der Stadtrat im Sommer zuvor für den Erhalt des Brunner Bades und dessen möglichen Wieder-Ausbau zu einer Ganzjahresanlage ausgesprochen hatte. Dies gegen den Willen der Stadtverwaltung, die nicht mehr in die Anlage investieren wollte. Stattdessen sollte zentral im Göltzschtal eine einzelne Schwimmhalle gebaut werden. Bauamtsleiter Patrick Zschiesche kritisiert unter anderem, dass der genannte Kostenrahmen in Brunn bei Weitem nicht reiche.

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66 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    DerKuckuck
    23.01.2021

    Braucht kein Mensch das Ding! Wer im Winter baden will, soll sich ne Wanne einlassen. Im Sommer gibts genug natürl. Badegewässer.

  • 0
    0
    kopfschuettler1
    21.01.2021

    Es können Wetten abgeschlossen werden, dass das Bad so in dieser Form nicht wieder öffnmen wird. Zu abgelegen und - zu teuer!

  • 2
    1
    fischer1
    21.01.2021

    Es ist ein sehr kleiner Schritt, aber einer in die richtige Richtung, ein richtiger Hoffnungsschimmer. Alles was saniert werden muss, soll saniert werden, alles was marode ist muss neu gebaut werden, und das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Die Bürgerinnen und Bürger des gesamten Göltzschtals haben ein Ganzjahresbad am traditionsreichen Standort in Auerbach-Brunn verdient. Die Stadträte haben richtig und wegweisend entschieden, und eine Verwaltung bitteschön hat das Umzusetzen, und zwar mit aller Kraft, was die Räte nach besten Wissen und Gewissen in einem demokratischen Prozess erarbeitet haben...

  • 0
    3
    kopfschuettler1
    21.01.2021

    @Maikproton

    Sachte, sachte - der Abroiss kommt schon noch!

  • 6
    0
    Maikproton
    20.01.2021

    Erst Jahrelang alles verfallen lassen und dann mit viel Aufwand wieder Instandsetzung...zum glück diesmal nicht Abriss

  • 4
    3
    kopfschuettler1
    20.01.2021

    Das Geld, das man jetzt der Köthener Firma in den Rachen wirft, hätte man woanders besser verwenden können. Wie oft will man für dieses marode Bad noch Fördermittel beantragen? Dieses Bad ist ein Fass ohne Boden; es wird nie wieder als Ganzjahresbad öffnen. Dazu hat man viel zu lange gewartet. Die Stadt hatte auch Pläne mit dem Schützenhaus - nur hat man so lange gewartet, bis nichts mehr zu retten war.