Neben Mehrzweckgebäude entsteht Dorfplatz

Steinberg will das Projekt im Ortsteil Wildenau dieses Jahr abschließen. Und auch bei Radwegen soll etwas bewegt werden.

Steinberg.

Mit dem Ende der Bauarbeiten am Mehrzweckgebäude pünktlich zum Weihnachtsmarkt in Wildenau hat die Gemeinde geliefert. In der im Steinberger Ortsteil als "Alte Ausnäherei" bekannten früheren Bürstenfabrik Wolf haben Bauhof, Bücherei und Vereine ihr Domizil. Dieses Jahr geht es gleich nebenan weiter, verweist Steinbergs Bürgermeister Andreas Gruner (45/parteilos, CDU-Mandat) auf die im vergangenen Jahr vorgestellten Pläne: Auf einer Abrissfläche an der Plohnbachstraße wird ein Dorfplatz mit Grünanlage und Spielplatz entstehen, der auch von der benachbarten Kita genutzt werden kann. Baubeginn ist im Frühjahr. "Die Ausschreibung wird vorbereitet", so Gruner. Eine multifunktionale Stellfläche und eine Büchertausch-Zelle sollen das Dorfzentrum abrunden.

Die Idee mit einem Ort für den Büchertausch wollen die Steinberger auch in Rothenkirchen aufgreifen. Dort wird dieses Jahr das leerstehende Haus Hauptstraße 32 abgerissen. "Das läuft unter dem Titel ,Neugestaltung Zugang Angerwiesenteich'" erklärt der Bürgermeister. Die beim Abriss entstehende Freifläche werde nicht nur für Übersicht im Bereich der Doppelkurve sorgen, sondern zur Grünfläche umgestaltet. "Darauf kommt ein kleines Haus für den Büchertausch. Mitglieder der Landeskirchlichen Gemeinschaft wollen sich darum kümmern", kündigt Andreas Gruner an.

Beim Aufzählen der Vorhaben in den drei Ortsteilen darf Wernesgrün nicht fehlen. "Hier ist die Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeuges die größte Investition - auch wenn die Lieferung erst im Herbst 2021 zu erwarten ist." Handlungsbedarf sieht Gruner zudem bei der Sanierung der Straße Plietzsch.

Vorankommen will die Gemeinde beim Radwegbau. Nach Fertigstellung des Teilstücks auf dem alten Bahndamm in Richtung Stützengrün wird am Radweg ins Zwickauer Land gearbeitet. "In Richtung Obercrinitz und ebenfalls auf der alten Bahntrasse. Aber hier ist der Grundstückserwerb noch eine Hürde", dämpft der Bürgermeister Erwartungen. Erst am Anfang stehe die Planung der Radverbindung ins Göltzschtal. "Nach Rodewisch haben wir zwei Möglichkeiten: Begleitend zur B 169 durchs Tal des Wernesbaches oder über Wiedenberg. Parallel zur Bundesstraße ist die Steigung geringer, die Trasse über Wiedenberg ist aus touristischer Sicht attraktiver", nennt Andreas Gruner Unterschiede, die neben der Finanzierung zu berücksichtigen sind. Nur dass diese Anbindung wichtig ist, daran lässt er keinen Zweifel. "Wenn sich beim Individualverkehr etwas ändern soll, müssen wir die Voraussetzungen schaffen. Radwege gehören dazu", ist der Bürgermeister überzeugt.

Wichtig für die Sicherung der Zukunft der Gemeinde sei auch das Bereitstellen von Bauland. Mit der Genehmigung zur Erweiterung der Waldsiedlung sei Steinberg da einen Schritt vorangekommen. Nun könne die Erschließung des Baugebietes für 20 Eigenheime vorbereitet werden, kündigt der Bürgermeister an.

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