Neue Bänke am Kräuterlehrpfad bei Wanderung "eingesessen"

Es sind echte Holzkunstwerke, die seit einigen Tagen am Pfad zwischen Rothenkirchen und Schönheide stehen. Wie sie in der Natur wirken, wurde gestern in Augenschein genommen.

Steinberg/Schönheide.

Schlehen, Kornelkirschen, Mispeln, Aroniabeeren, Hagebutten und viele andere Früchte gedeihen am Kräuterlehrpfad, der vom Schönheider Hotel "Forstmeister" bis zur Marktscheune Rothenkirchen führt. Ein Dutzend Wanderer, unter ihnen die Chefs der drei Kuhberg-Gemeinden, lief gestern die sechs Kilometer lange Strecke ab - vorbei an Wildobsthecken, die sich seit Einweihung des Pfades 2009 prächtig entwickelt haben. Über 200 Sorten von Sträuchern, Kräutern und Bäumen wachsen hier und werden mit Info-Tafeln erläutert. Seit einigen Tagen sind sechs neue Attraktionen hinzugekommen: Sechs Bänke aus Eichenholz, die beim Holzbildhauersymposium am "Forstmeister" im August entstanden, stehen am Pfad.

Die kunstvollen Sitz-Skulpturen mit Naturmotiven ersetzen die maroden Fichtenholz-Bänke von 2009. "Wir haben die Bänke eingesessen", so Steinbergs Bürgermeister Andreas Gruner (CDU). Er zeigte sich hochzufrieden und hofft, dass der Pfad nun noch mehr Zuspruch findet. Mit ihm unterwegs waren Stützengrüns Bürgermeister Volkmar Viehweg sowie Eberhard Mädler, Amtsverweser von Schönheide.

Die drei Kommunen arbeiten seit 25 Jahren über die Kreisgrenze hinweg in der Interessengemeinschaft "Rund um den Kuhberg" zusammen, der Kräuterlehrpfad ist eines der gemeinsamen Projekte. "Und im Winter gehören einige Teile des Pfades dann zur Kuhberg-Loipe", erläutert Gruner. Ein weiteres gemeinsames Vorhaben ist der Radwegebau, der zwischen Rothenkirchen und Stützengrün gerade begonnen hat. "Unsere Gemeinden sind schon von jeher eng verbunden, unter anderem gehörten sie kirchlich zusammen", sagt Eberhard Mädler. Und ursprünglich hätten auch Schönheide und Stützengrün zum Vogtland gezählt: "Bis die Edlen von der Planitz sie verscherbelt haben." Der Kuhberg sei von jeher gemeinsamer Hausberg: "Von allen Gemeinden her kommt man hinauf."

Alle Kommunen zählen zu einem gemeinsamen Fördergebiet, nämlich der Leader-Region Westerzgebirge. Auch deren Regionalkoordinatorin Beate Bauer war gestern mit von der Partie, über das Leader-Programm waren die sechs Bänke für 20.000 Euro angeschafft worden.

Drei der sechs Holzbildhauer gingen gestern mit auf Wanderschaft, nämlich Detlef Jehn, Paul Brockhage und Friedhelm Schelter. Mit der Platzierung ihrer eigenen Skulptur-Bänke zeigten sie sich anschließend zufrieden. Nur die Bank von Hartmut Rademann an der Marktscheune stehe zu dicht an einer zweiten, ebenfalls neuen Bank: Das nehme ihr etwas die Wirkung, meinten die Künstler.

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