Neue Rastplätze locken ins Waldgebiet

Das Vogtland wird immer mehr zu einer Top- Wanderregion: Im Leader- Gebiet Falkenstein wurden in diesem Sommer 23 Sitzgruppen und zwei Bänke aufgestellt. Was Points of Interest mit der Standortwahl zu tun haben.

Grünbach.

Die Bedingungen zum Wandern verbessern sich im Vogtland weiter. Nachdem in der vergangenen Woche der Sachsenforst und die Stadt Auerbach die dritte gemeinsam errichtete Wanderhütte übergeben haben, beendete am Mittwochmittag die Leader-Region "Sagenhaftes Vogtland" ein Projekt: In den zurückliegenden Monaten wurden an verschiedenen Stellen insgesamt 23 überdachte Sitzgruppen sowie zwei Bänke aufgestellt.

Der Schlusspunkt hinter das Projekt wurde am Mittwoch symbolisch bei den Rißfällen gesetzt - den einzigen Wasserfällen im Vogtland. Dort fand die Einweihung einer solchen Sitzgruppe statt. Nach den Worten von Silke Stark vom Leader-Projekt belaufen sich die Projektkosten auf rund 60.000 Euro. Der Förderanteil liegt bei 80 Prozent, den Rest mussten die Mitgliedskommunen aufbringen. Ziel der Maßnahme war die Aufwertung der Wanderregion. Als Beispiele nenn Silke Stark die drei Felsenwege in der Umgebung von Grünbach, Werda und Falkenstein, die in den vergangenen Jahren ausgeschildert wurden.

Die Verteilung der überdachten Sitzgruppen ist folgendermaßen: acht haben Falkenstein und seine Ortsteile erhalten, sechs Grünbach/Muldenberg, zwei Muldenhammer, jeweils drei Ellefeld und Neustadt sowie eine Sitzgruppe und zwei Bänke Bergen. Der Auftrag zum Bau der Freiluftsitzmöbel ging nach einer Ausschreibung an die Firma Pferdefuhrbetrieb und Sägewerk Voigtmann in Muldenhammer. Ende Juli diesen Jahres waren die ersten Sitzgruppen fertig und wurden aufgestellt. Im Oktober wurde das Aufstellen beendet.

Welche Sitzgruppe wohin kommt, das konnten die Kommunen selbst entscheiden. "Da wir vorhandene Wanderwege aufwerten wollten, haben wir sogenannte Points oft Interest für die Standorte ausgewählt", sagt Falkensteins Bürgermeister Marco Siegemund (CDU). Als Beispiele nennt er Orte, die von vielen Wanderern frequentiert werden und die eine Besonderheit bieten wie die Falkensteiner Talsperre, die Teiche in Unterlauterbach oder eben die Rißfälle.

Um das Bild bei den Rißfällen abzurunden, hatten sich in diesem Sommer die Anliegerkommunen Falkenstein, Muldenhammer und Grünbach bei einem anderen Projekt zusammengetan. "Die Brücken dort waren kaputt, weil an ihnen der Zahn der Zeit genagt hatte und sich Vandalen ausgetobt haben", erklärt Siegemund. Deshalb entschlossen sich die drei Kommunen, die Überwege zu erneuern. Den Großteil des Materials stellte die Gemeinde Muldenhammer zur Verfügung. Die Bauhöfe bauten dann gemeinsam die Brücken. Dass es sich dabei um eine Stahlkonstruktion handelt, ist nach Ansicht von Marco Siegemund Geschmackssache: "Wir wollten aber etwas bauen, was eine lange Zeit hält und auch nicht so einfach zerstört werden kann."

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