Neue Rutsche im Freibad soll auch den Winter überstehen

Als einen der letzten Handgriffe vor der Winterruhe haben die Wasserfreunde Reumtengrün im Freibad die lange erwartete Rutsche installiert.

Reumtengrün.

Seit gut einem Monat sind die Türen zum Reumten-grüner Freibad geschlossen. Doch vor der Winterpause haben die Betreiber am gestrigen Donnerstag noch mal richtig zugepackt: bei der Montage der lange erwarteten neuen Rutsche.

Längere Zeit mussten Badegäste ohne auskommen. Denn deren Vorgängerin war schon vor ungefähr drei Jahren ausrangiert worden. "Wir haben dafür keinen TÜV mehr bekommen", sagte Martina Anders. Sie ist im Verein für Finanzen zuständig.

Die neue Rutsche wird nicht zu übersehen sein: zweieinhalb Meter hoch, gut einen Meter breit und sechs Meter lang sind die Maße des neuen Modells. Neu ist auch ein hauchdünner Wasserfilm, der die Rutscher widerstandslos hinab ins Nichtschwimmerbecken befördert. Eine Firma aus Raasdorf lieferte und montierte das Gerät. Bei den Vorbereitungen konnten die Wasserfreunde auch auf ortsansässige Handwerker zählen. "Die haben das unentgeltlich gemacht", freute sich Vize-Vereinschef Michael Guld. Schließlich war es allein mit der Installation nicht getan. Bis dahin machten sich eine Menge Vorarbeiten erforderlich. Unter anderem musste ein neues Fundament gebaut werden.

Dass die Rutsche während der Winterzeit einzieht, ist Michael Guld zufolge kein schlechtes Timing. Einiges spreche dafür, sagte er. Hauptsächlich die längere Vorbereitungszeit bis zum Einbau. "Das alles erst im Frühjahr zu erledigen, wäre nicht gegangen", betonte er. "Da würden wir in Zeitverzug geraten." In punkto Witterungseinflüsse haben die etwa 110 Wasserfreunde keine Bedenken. "Die Rutsche ist aus Edelstahl und rostet nicht." Eingeweiht wird sie trotzdem erst am ersten Tag der nächsten Freibadsaison, also im Sommer 2020.

Bereits vor anderthalb Jahren hatte der Verein begonnen, sich um Rutsch-Ersatz zu kümmern. Mit der Bestellung kam aber auch das Erwachen. "Die Preisvorstellungen der Firma und unsere lagen sehr weit auseinander", sagte Martina Anders und bezifferte die Spanne auf 15.000 Euro.

Mit den Kosten für die aktuelle Rutsche konnte sich der Verein anfreunden. 30.000 Euro mussten die Badbetreiber berappen, aber nicht allein bewältigen. 15.000 Euro übernimmt die Stadt Auerbach. Die andere Hälfte braucht der Verein auch nicht komplett aus eigener Tasche zu bezahlen. 5500 Euro Spenden sind bislang eingegangen. "Die Summe von der Stadt hilft uns sehr", sagte Michael Guld. "Und wir sind auch froh über jede Spende."

Auf die vergangene Saison blickt der Verein mit gemischten Gefühlen zurück. Die Besucherzahlen seien um einiges hinter denjenigen des Super-Sommers 2018 zurückgeblieben, sagte Martina Anders. Exakt beziffern konnte sie die Bad-Bilanz noch nicht.

Wer den Reumtengrüner Wasserfreunden bei der Finanzierung ihrer neuen Rutsche unter die Arme greifen möchte, kann sich unter Telefon 0162 388 85 46 melden.

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