Neuer Streit in Feuerwehr um Einsatzkleider

Ortswehren werfen Stadt ungleiche Verteilung vor

Auerbach.

Im Auerbacher Feuerwehr-Konflikt offenbaren sich immer neue Streitpunkte: So prangern die Ortswehren von Rebesgrün, Reumtengrün, Beerheide und Vogelsgrün nun auch eine Ungleichbehandlung bei der Ausrüstung mit neuen Einsatzkleidungen gegenüber der Auerbacher Stadtwehr an. Laut einer Mitteilung an die "Freie Presse" geht es um Ausrüstung, "die den Sicherheitsstandard wesentlich verbessert". Das Problem für die vier Ortswehren: Die Ortsfeuerwehr Auerbach sei dabei fast vollständig neu ausgestattet worden. Hingegen würde es in Rebesgrün, Reumtengrün, Beerheide und Vogelsgrün nicht einmal für alle Atemschutzgeräteträger reichen. Reumtengrüns Wehrleiter und Gemeindewehrleiter Karsten Neubert präzisiert: Die Atemschutzgeräteträger seien diejenigen, die ins Feuer gehen. Umgekehrt seien in der Auerbacher Wehr Mitglieder mit den neuen Sicherheitsstandard ausgestattet worden, die im Moment nie an vorderster Front eingesetzt würden. Das sei nicht nachvollziehbar.

Auf die Frage, welche Wehr mit welcher Kleidung in welcher Zahl ausgestattet wurde, sagt Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos), dass 2018 60.000 Euro und 2019 11.000 Euro in Dienst- und Schutzkleidung investiert wurden. Zudem habe die Auerbacher Wehr bei Ersatzbeschaffungen Vorrang, weil sie die Hauptlast der Einsätze trage. Neubert verweist auf zwei große Brände seit Silvester, bei denen die Stadtwehr auf die Hilfe der Ortswehren angewiesen gewesen sei. (suki)

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