Neues Leben in der Parkgaststätte

Die Zwangspause in dem Lengenfelder Traditions-lokal hat ein Ende. Ein Angebot ist ungewöhnlich für das Binnenland.

Lengenfeld.

Die Lichter sind wieder an im Restaurant im Stadtpark von Lengenfeld. Monatelang bewegte die Einwohner die Frage, ob sich für die Parkgaststätte ein neuer Pächter findet. Evelyn und Matthias Schumann haben das Haus nun aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Dass das unter Denkmalschutz stehende Gebäude dem Verfall preisgegeben war und jahrelanger Sanierungsrückstand die Neuverpachtung infrage stellte - davon ist nichts mehr zu sehen. Handwerker haben im Auftrag der Stadt für rund 85.000 Euro die gröbsten Schäden beseitigt. Das Gastronomen-Ehepaar Schumann hat nach eigener Auskunft nochmals einen mittleren fünfstelligen Betrag in die Hand genommen. Eine neue Kücheneinrichtung war nötig, teilweise eine neue Ausstattung.

Matthias Schumann ist der Koch des Hauses. "Wir kochen alles frisch, machen auch die grünen Klöße selber. Wir verwenden keinen fertigen Kloßteig, auch keine anderen Fertigprodukte", sagt er und betont: "Wenn man frisch kochen will, muss man die Anzahl der Gerichte begrenzen." Und: "Sofern das möglich ist, kaufen wir die Produkte hier vor Ort." Bei Fleisch sei das recht unkompliziert möglich. Schumann, der einen Teil seines Berufslebens an der Küste verbracht hat, liebt Seefisch. Diese Leidenschaft weit weg vom Meer umzusetzen, sei schwierig: "Fisch ist teuer und leicht verderblich. Ich muss mir also genau überlegen, wie ich dieses kostbare Lebensmittel anbiete." Vorerst auf Vorbestellung, später soll eine Fischkarte folgen. Auch frisch gebackenen Kuchen gibt es künftig in der Parkgaststätte, aus dem eigenen Ofen.

Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass die Parkgaststätte wieder geöffnet hat. Sogar auf die geplanten Ruhetage wird vorerst verzichtet, weil es zu viele Vorbestellungen gibt. Daran wollen Schumanns festhalten. "Wenn die Nachfrage da ist, öffnen wir auch zu den Ruhetagen", sagt Evelyn Schumann.

"Die Parkgaststätte hat uns gleich auf Anhieb angesprochen. Auch die Chemie hat von Anfang an gestimmt. Auch das ist wichtig", so Matthias Schumann.

Das Haus empfiehlt sich mit 32 Sitzplätzen in der Gaststätte und 70 im Saal auch für größere Feiern.

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