Neustadt registriert einen Aufwärtstrend bei Gewerbesteuer

Trotz Corona-Unsicherheiten ist die Haushaltslage in der Gemeinde bisher stabil geblieben. Einbußen muss die Gemeinde unter anderem bei öffentlichen Festen ausgleichen.

Neustadt.

Ein vorsichtig optimistisches Bild zeichnet Falkensteins Kämmerer Timo Zimmer von der Haushaltsentwicklung im Nachbarort Neustadt. Trotz unsicherer Lage aufgrund der Corona-Pandemie stehe die Gemeinde gut da, sagte er dort bei der jüngsten Ratssitzung. Anfang März war der Doppelhaushalt für die Jahre 2020/21 beschlossen worden. Änderungen gab es seitdem einige. Unter anderem bei der Gewerbesteuer-Prognose: Bis Jahresende könnte eine Mehreinnahme von etwa 30.000 Euro entstehen, so der Verantwortliche für Finanzen in der Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein. Angesetzt waren dafür 110.000 Euro.

Etwas anders sieht die Prognose bei Einkommens- und Umsatzsteuer aus. Dort wird man voraussichtlich Abstriche machen müssen. Timo Zimmer schätzte die Einbußen auf 12.000 Euro. "Gerade bei den Einnahmen aus Steuerbeteiligungen sind aufgrund der aktuellen Lage erhebliche Unsicherheiten vorhanden", sagte er.

Weitgehend verzichten muss Neustadt dieses Jahr auf Gelder von Vereinsfesten und Vermietungen kommunaler Räume für Feiern und Veranstaltungen. Das betraf bisher unter anderem das Hoffest im Ortsteil Poppengrün, den Bürgersaal und Ferienwohnungen. Etwa 10.000 Euro werden der Gemeindekasse fehlen. Dazu kommen Ausgaben in Höhe von rund 4000 Euro für die Hygienekonzepte. Dem stehen allerdings Einsparungen in vierstelliger Höhe gegenüber: Aufgrund ausgefallener Feste blieben ansonsten gewährte Zuschüsse von 6000 Euro in der Kasse.

Gut 21.000 Euro zahlte der Freistaat Sachsen als ersten Teilbetrag aus dem Unterstützungsprogramm "Kommunaler Schutzschirm" an Neustadt. Auch die entgangenen Kita-Elternbeiträge aufgrund der "Sonnenpferchen"-Schließung muss die Gemeinde nicht allein verdauen.

Für den freiwilligen Verzicht, Mütter und Väter in den Monaten März und April zur Kasse zu bitten, erhält die Gemeinde einen Ausgleich von etwa 3000 Euro. Der Anbau eines Multifunktionsgebäudes an den Kindergarten nimmt indes mehr Zeit in Anspruch als geplant. Abgeschlossen werden könne die Maßnahme voraussichtlich erst 2021, sagte Timo Zimmer.

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