Nicolaipassage Auerbach: Wohnungen statt Gewerbe

In Sachen Einzelhandels-Ansiedlung macht die Verwalterin wenig Hoffnung. Fürs Untergeschoss hat sie einen Traum.

Auerbach/Falkenstein.

Die Gewerberäume standen seit vielen Jahren leer, nun sind sie zu Wohnungen umgebaut worden: In den oberen Etagen des Nicolaipassagen-Komplexes sind unter anderem aus einstigen Büroräumen einer Krankenkasse sowie einem ehemaligen Friseursalon moderne Drei- und Vier-Raum-Wohnungen entstanden. "Das war relativ aufwendig", sagt Isabel Volke, Geschäftsführerin der Falkensteiner Grundstücks- und Gebäudeverwaltung (FGG), die die Immobilie im Auftrag des Besitzers betreut. "Aber es ist eine strategische Entscheidung." Denn für die Ansiedlung neuen Gewerbes gebe es nun mal wenig Hoffnung.

Davon zeugt auch das Innere der Passage: Inzwischen sind einige Räume zwar wieder belegt, allerdings nicht mehr mit Einzelhandel. Im hinteren Teil hat sich die Schülerhilfe eingemietet, im ehemaligen Blumengeschäft sitzt seit Kurzem der Hospizverein Nächstenliebe. Neue Nutzungsmöglichkeiten werden für den einstigen Elektronik-Markt von Expert Müller ebenso gesucht wie für das Café im Obergeschoss sowie den früheren Jeansladen an der Nicolaistraße. "Gut wären Dienstleistungen, sodass die Leute gezielt hierher kommen", meint die FGG-Geschäftsführerin. Im Untergeschoss der Passage, an der Göltzschtalstraße, stehen außerdem schon ewig die früheren Verkaufsflächen des Kaisers-Supermarktes (Tengelmann) leer. "Mein Traum ist, dass dort ein großer Indoor-Spielplatz entsteht", sagt Isabel Volke. Doch realistischer sei wohl eine Nutzung als Lager. Auerbachs Citymanager Uwe Prenzel hatte sich zuletzt mehrfach vergeblich bemüht, erneut einen Markt auf der Fläche anzusiedeln: Alle Pläne scheiterten an den fehlenden Parkplätzen.

Im vergangenen Advent war unter Federführung der FGG zum ersten Mal ein Kinderweihnachtsmarkt in der Passage veranstaltet worden - mit großem Erfolg, wie Isabel Volke betont, die selbst als Märchenerzählerin im Einsatz war. Trotzdem solle es keine Neuauflage geben: Da zu wenige Gewerbetreibende mitgezogen hätten, sei die ganze Arbeit schließlich am FGG- Team hängengeblieben, sagt die Geschäftsführerin. Das habe man sich dann doch anders vorgestellt.

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