Obdachlos: MehrRäumungen

Plauen.

In Plauen muss niemand unter der Brücke schlafen, es sei denn, er oder sie will es. Wie Sozialarbeiter Jörg Brückner im Sozialausschuss des Stadtrates jetzt sagte, würden Notunterkünfte an vier Adressen zu Verfügung stehen. Dabei handle es sich um rund 80 Schlafplätze und sechs Wohnungen. Davon sei derzeit ein Drittel ausgelastet. Der Bedarf gehe zurück, so Brückner. Er ist auch Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend/Soziales im Rathaus. Deshalb kümmert er sich seit vielen Jahren um Wohnungslose in der Stadt. Wie viele es aktuell genau seien, könne er nicht sagen. Oft kämen Bedürftige kurzfristig bei Freunden oder Familie unter. Als ohne festen Wohnsitz kann gelten, dessen Wohnung zwangsgeräumt wurde. Die Zahl ist 2020 laut Verwaltungsstatistik leicht gestiegen. Gab es 2019 rund 40 Zwangsräumungen, so mussten 2020 auf behördlichen Beschluss mehr als 50 Leute ihre Wohnungen verlassen. Wer ein Haustier hat, dessen Karten sind schlecht, denn Tiere dürfen nicht mit in Notunterkünfte. "Das Tierverbot herrscht aus zwei Gründen. Einerseits können zum Beispiel Hunde eine potenzielle Bedrohung sein, andererseits wurden Tiere früher des Öfteren zurückgelassen", so Brückner. Der Aufenthalt in den Unterkünften sei unbegrenzt. (sasch)

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