Öko-Jahr bringt Orientierung

Mit dem Bau einer "Jahreskrippe" beenden zwei junge Frauen ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr in Oberlauterbach. Ihnen hat diese Zeit viel gegeben.

Oberlauterbach.

Eigentlich wollte Sophie Benedix (19) aus Rodewisch Landschaftsarchitektur studieren - doch nach ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) im Natur- und Umweltzentrum in Oberlauterbach ist sie umgeschwenkt: Grundschullehrerin ist jetzt ihr Berufsziel. Denn in den vergangenen Monaten hat sie festgestellt, dass ihr die Arbeit mit Kindern gut gefällt. "Justine und ich waren oft in Kitas und Schulen unterwegs, für Projekte des ,Bündnisses gegen Müll'. Die Projekte haben wir selbst ausgearbeitet und geleitet, das war richtig cool", schwärmt Sophie. Die zweite FÖJlerin war Justine Wende (19) aus Falkenstein. Sie bezeichnet die Zeit im NUZ als "Selbstfindungsphase" - was sie anschließend tun will, verrät sie aber noch nicht.

Auch mit behinderten Kindern arbeiteten die beiden jungen Frauen. "Das ist anstrengender, aber macht viel Spaß", sagt Sophie Benedix. In der Kreativwerkstatt des NUZ konnten sich die beiden entfalten, und sie absolvierten auch einen Bienenlehrgang beim Imker des Zentrums. Justine bekam dabei einen Stich ab, Sophie kam ohne davon. Jetzt wissen sie unter anderem, wie Honig geschleudert wird.

Zum Abschluss ihrer Zeit im NUZ nahmen die beiden in der Holzwerkstatt das Projekt einer "Jahreskrippe" in Angriff. Die wird zunächst mal klassisch mit Maria, Josef, Jesuskind, Königen, Hirten und allerlei Vieh ausgestattet, soll aber mit weiteren Figuren ergänzt werden. "Vielleicht mit einem Angler", meint Sophie. Ihren Platz wird diese spezielle Krippe voraussichtlich auf dem Parkplatz des NUZ finden.

Ab September werden die beiden FÖJ-Stellen im Umweltzentrum wieder frei, für die Neubesetzung werden noch Kandidaten gesucht. Ein Handicap dabei ist, dass die Busverbindungen in den Falkensteiner Ortsteil schlecht sind. "Wir haben beide den Führerschein, insofern war das kein Problem", sagt Sophie. "Aber ohne Fahrzeug ist es sehr schwierig." Sophie und Justine können das FÖJ ansonsten nur empfehlen: Es habe Spaß gemacht, in viele Dinge reinzuschnuppern und vieles auszuprobieren. (mit darö)

Weitere Infos zum FÖJ im Umweltzentrum unter 03745 751050

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