Oelsnitz: Räte mit Lob und Zweifel am OB in Coronazeit

Liberaler fordert Bilanz ein - CDU dankbar - Lupart ruft zum Maßhalten auf

Oelsnitz.

Der Landtagsabgeordnete Ulrich Lupart (AfD) zollt den Bemühungen des Rathauses Oelsnitz in der Coronakrise Respekt. "Ich möchte die Arbeit der Verwaltung und des OB mit gut bezeichnen. Aber wir kommen nun in die nächste, entscheidende Phase. Da müssen wir Prämissen setzen", sagte der zweite Vizebürgermeister in öffentlicher Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses des Stadtrats. Zur Stadtratssitzung am 6. Mai - coronabedingt mit weiten Abständen in der Dreifeldturnhalle - brauche es dazu eine ausführliche Darstellung durch OB Mario Horn (CDU).

Eine Erklärung Horns zur Coronakrise vermisste Björn Fläschendräger (Freie Oelsnitzer Bürgerschaft) im Ausschuss. "Und zwar mit ihren Worten und nicht denen des Hauptamtsleiters", so sein Seitenhieb. Er sei "sehr verwundert", welche Themen in der ersten Sitzung seit Ausbruch der Coronakrise Horn und viele Abgeordneten diskutierten. Fläschendräger warf ihnen vor, nicht offensiv auf notleidende Gewerbetreibende zuzugehen. Er sah ein Sparkassen-Gutscheinportal (helfen.gemeinsamdadurch.de) als Idee und betonte, bisher seien Oelsnitzer Stadträten in der Coronakrise durch die Politik des Rathauses die Hände gebunden gewesen.

Widerspruch kam von der CDU-Fraktion: "In der momentanen Situation nicht fair" und "nicht der Situation angepasst" sei Fläschendrägers Wortwahl, so Fraktionschefin Marion Schröder. "Wir sollten dankbar sein. Ich bin froh, dass hier so gearbeitet wird", lobte sie die Verwaltung. Horn verwies auf seine Infos auf Youtube, im Stadtanzeiger, Mails an die Stadträte - und dass er zu Corona zur Sitzung am 6. Mai sprechen werde. Altersmilde reagierte Lupart. Er bat, "die Schärfe rauszunehmen. Wir müssen zusammenhalten und das gemeinsam durchziehen, nicht die Fehler auf beiden Seiten suchen".


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