Pflegedienst will Klarheit über Corona

Klinikpatienten nach Entlassung positiv

Adorf/Auerbach.

Ein Pflegedienst aus der Region fordert vom Paracelsuskrankenhaus Adorf/Schöneck, Patienten erst dann nach Hause zu entlassen, wenn das Ergebnis des zur Entlassung vorgenommenen Coronatests vorliegt. Schon vier Patienten, die der Pflegedienst betreut, hätten mit zeitlichem Verzug in der häuslichen Betreuung von einen positiven Test erfahren.

Der Pflegedienst kritisiert, dass auf diese Weise ein unnötiges Risiko für die Pflegerinnen sowie für alle weiteren Patienten in der Kette entstehe. "Es geht nicht darum, dass wir die Leute nicht versorgen wollen", sagt die Pflegedienstmitarbeiterin. "Aber wir wollen uns mit entsprechender Schutzkleidung richtig darauf einstellen." Diese Schutzkleidung bis zum Vorliegen des Testergebnisses permanent zu tragen, sei mit hohem Aufwand verbunden. Doch genau das rät das Krankenhaus, so dessen Sprecherin Isabelle Georgi-Barth. "Wir empfehlen, Patienten so zu behandeln, als wenn sie coronapositiv wären." Bis das Ergebnis des Entlassungstestes vorliegt, vergehen mitunter bis zu drei Tage. "Wir können diese Patienten nicht in dieser Zeit hier behalten, wir müssen angesichts der hohen Zahl von Coronapatienten die Betten frei halten", erklärt Georgi-Barth. Antigen-Schnelltests als Alternative seien nicht adäquat verlässlich. (tb)

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