Pläne für Funkmast spalten die Gemüter

Gegenwind für Telekom in Theuma: Fronten kommen sich keinen Schritt näher

Theuma.

Das Thema wird dem Theumaer Gemeinderat wohl noch eine Weile Kopfzerbrechen bescheren: Seit der Ankündigung der Deutsche Telekom AG, im Dorf einen Funkmast zu planen, gibt es Für und Wider. Auch im Gemeinderat herrsche keine Einigkeit, sagte Bürgermeister Ulrich Sörgel (SPD) im öffentlichen Teil der Sitzung am Montagabend. Zuvor war ohne Ergebnis hinter verschlossenen Türen diskutiert worden.

"Die einen sagen, wir können den Fortschritt nicht aufhalten. Andere sind der Meinung, es ist wichtig, den Ortsfrieden zu erhalten", fasste Sörgel die Debatte zusammen und sprach von einer Patt-Situation. Ein Sitzungsgast äußerte die Bitte, der Rat möge sich "für die Gesundheit der Bürger entscheiden" und der Telekom eine Absage erteilen. Ein Bau "mitten im Ort" dürfe nicht zugelassen werden. Viele würden erwarten, dass sich der Gemeinderat gegen den Mast entscheidet. In einer Unterschriftensammlung hatten sich etwa 240 Unterzeichner gegen die Pläne ausgesprochen. Sörgel nahm die Bedenken auf, widersprach aber in einem Punkt: Der Mast werde nicht innerorts aufgestellt. "Von der Definition her ist es der Außenbereich", sagte er. Dem stimmte der Gast zu, konterte aber: "Dieser Mast würde trotzdem unmittelbar an Wohnbebauung stehen."


Nach Ulrich Sörgel meldete sich Thomas Lindner (Initiative für Theuma) zu Wort. Auch im Ort gebe es keine scharf getrennten Positionen und nicht nur einzelne, die der Entwicklung aufgeschlossen gegenüberstehen, sagte er. Lindner äußerte die Befürchtung, Handy-Empfang auf veraltetem Technikstand könne dem Zuzug jüngerer Menschen im Weg stehen. Und in Bezug auf den Standort gab er zu bedenken: "Das Signal muss vom Mast zum Handy kommen und zurück." Der Gast, der seinen Namen für die Zeitung nicht nennen wollte, stellte die Notwendigkeit eines neuen Funkmastes generell infrage.

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