Popstar Lea berührt Fans bei Konzert im Vogtland

Volltreffer für junges Publikum: 2000 Besucher kamen zum Auftritt von Lea im Parktheater. Einer Mutter mit Baby blieb der Einlass jedoch verwehrt.

Plauen.

Spätestens seit ihrem Hit "Leiser" ist ihr Stern am deutschen Popmusik-Himmel aufgegangen. Freitagabend machte Lea auf ihrer "Zwischen Meinen Zeilen" Tour im Plauener Parktheater Station. Über 2000 Fans wollten bei ihrer Premiere in der Spitzenstadt dabei sein.

Viele, die gekommen waren, erlebten die in Berlin lebende Sängerin erstmals live. Die Fangemeinde liebt ihre emotionalen Songs und tanzbaren Beats. Auch im Parktheater sprang der Funke im wahrsten Sinne des Wortes über. Beim Titel "Wunderkerzenmenschen" schnappte sich die 27-jährige Songpoetin ein funkensprühendes Wunderkerzen-Herz aus der wippenden Menge vor der Bühne. Es folgten weitere Titel aus ihrem aktuellen Album. Mit ihrer natürlichen Art konnte die in Kassel aufgewachsene Sängerin beim Publikum punkten. Dabei gab sie auch einiges von sich selbst preis. Die Lieder handelten von Liebe, Freundschaft und Bindungsängsten. Ihre Botschaft: Ehrlich zu sich selbst sein. Lieber allein durchs Leben gehen, als sich auf halbe Sachen einlassen. In "Halb so viel", verarbeitet Lea solche Erfahrungen, wenn man weniger fühlt als der Partner. Während dieser Nummer "streichelte" sie sanft über die Piano-Tastatur. Ihre inneren Dialoge und Feinfühligkeit berührten.


Während der Bühnenshow setzte die Technik-Crew LED-Installationen dosiert ein. Manchmal stand die ehemalige Background-Sängerin von Mark Forster nur im matten Lichtkegel.

Bei ihrem Gastspiel bewies sie, dass sie nicht nur leise kann. Unterstützt von ihrer dreiköpfigen Band, bestehend aus Gitarrist, Keyboarder und Drummer, interpretierte sie eine Collage aus den Charts der 1990-er Jahre.

Ihre größten Erfolge wie "Leiser" und "Zu dir" durften an diesem Abend natürlich nicht fehlen. Im Finale nahm die sympathische Frontfrau noch ein ausgiebiges Bad in der Menge. Umringt von ihren Fans schritt der Promi ohne Starallüren mit dem Mikro in der Hand den gesamten Bereich vor der Bühne ab. Für so manchen textsicheren Konzertbesucher gab es die unverhoffte Möglichkeit, mit ihr zu singen.

Auffallend viele junge Familien genossen die Atmosphäre in der Parkbühne. Eine Besucherin aus Österreich hatte allerdings Pech. Nach sieben Stunden Anreise blieb ihr der Einlass mit ihrem Baby nebst Kinderwagen aus Sicherheitsgründen verwehrt. In Begleitung von Erwachsenen durften Kinder ab sechs Jahre durch die Einlassschleuse. Die enttäuschte Österreicherin schenkte ihre Karte einer Plauenerin. Die hatte es sich im Freundeskreis auf der Wiese vor den Eingangstoren des Open-Air-Geländes auf Decken gemütlich gemacht und kam mit dem weitangereisten Lea-Fan ins Gespräch und nahm das Geschenk an. Sie erlebte das Konzert an vorderster Front und war von Lea begeistert: "Sie ist angenehm publikumsnah und bodenständig." So empfanden es wohl die meisten Gäste.

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