Premiere an den Weberhäusern kommt bei Jung und Alt gut an

Luisa Zahn und Melanie Müller haben am Samstag mit ihrem ersten "Unikatival" für Aufsehen gesorgt. Eine Fortsetzung steht für 2021 bereits im Kalender.

Plauen.

Wie die Zukunft in und an den Weberhäusern aussehen könnte, das war am Samstag beim ersten "Unikatival" am Mühlgraben zu erleben. Die 25-jährige Melanie Müller und die 27-jährige Luisa Zahn, der Nachwuchs des Unikat-Vereins, holten junge Künstler und Kreative aus dem ganzen Freistaat und darüber hinaus nach Plauen und sorgten für ein buntes Programm, das trotz der hohen Temperaturen viele Besucher angezogen hat. Wegen der Corona-Beschränkungen musste die Zahl der gleichzeitig auf dem Gelände flanierenden Gäste allerdings auf 350 beschränkt bleiben.

"Die Tickets sind schon fast alle weg", stellte Luisa Zahn bereits gegen Mittag fest. "Aber es hatten auch viele ihre Karten vorher reserviert", ergänzte sie. Ihr erster Eindruck: "Es wird sehr gut angenommen". Wer dafür eine Bestätigung suchte, brauchte sich an den 17 Ständen und vor der Bühne, auf der von 12 bis 23 Uhr acht Künstler musizierten, nur umzuhören und umzuschauen. Nicht weit entfernt von der Tanzgartenbühne, von der bis Mitternacht Musik gemacht wurde, und dem mit einer Art Sonnensegel überdachten Tanzgarten stand Fabienne Vogel aus Leipzig mit ihrem Färbeworkshop auf Textil. "Es ist superschön und entspannt hier, und man sieht viele Altersgruppen", freute sich die junge Frau aus der Messestadt. Aber besonders viele junge Leute knapp über 20 hat sie rund um die Weberhäuser ausgemacht. Dass sie sich selbst am Samstag auf den Weg nach Plauen gemacht hat, liegt an ihrer Bekanntschaft mit einer der beiden Veranstalterinnen. "Ich kenne Melanie Müller von der Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg her", berichtete Fabienne Vogel. Dass so ein Festival trotz Corona möglich sei, finde sie gut.

Laura Pföhler und Hannes Köpke kamen aus Dresden. Die beiden jungen Theater-Künstler vom Fachbetrieb Rita Grechen in Dresden kamen über den Kontakt zum Plauener Verein Colorido zum "Unikatival". Sie nutzten das Zusammentreffen vieler kunstinteressierter Besucher für eine Umfrage im Rahmen ihres Projektes "Rita Presents". Die 18 Fragen standen in einem Buch, das die Besucher ausfüllen konnten. "Es geht unter anderem darum, welche Veranstaltungen die Leute wollen", erklärte Hannes Köpke. "Wen würdest du gerne im Theater sehen, welchen Text soll er sprechen", zählte Laura Pföhler weiter auf. Am 13. September werden die Ergebnisse dieser Umfragen, am Europäischen Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau präsentiert. Der Fachbetrieb ist im Internet zu finden. . Dort gibt es auch einen Blog dazu.

"Mit solchen bunten Aktionen stärkt man die Zivilgesellschaft" lobte Doritta Korte vom Verein Colorido die Idee der jungen Frauen vom Unikat-Verein, die mit dem Benefiz-Festival die wegen Corona ausgebliebenen, aber überlebenswichtigen Einnahmen erhöhen wollten. "Hoffentlich bleibt das", wünschte sich die Plauenerin. Nach Auskunft von Luisa Zahn soll es im Sommer 2021 eine Neuauflage geben und das "Unikatival" zur festen Größe werden.

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