Problem Obere Goethestraße: Lösung nicht in Sicht

Rebesgrüns Ortschaftsrat drängt weiter darauf, dass sich an der Zufahrt zum Industriegebiet etwas ändert. Aus dem Auerbacher Rathaus heißt es, alle Mittel seien ausgeschöpft.

Rebesgrün.

Die festgefahrene Situation um den Verkehr auf der Oberen Goethestraße in Rebesgrün sorgt im Ort weiter für Gesprächsstoff. Nach einer Ortsbegehung mit Vertretern des Technischen Ausschusses im Stadtrat Ende November stand das Thema zur jüngsten Ortschaftsratssitzung erneut auf der Tagesordnung. Eine Lösung wurde aber auch dort nicht gefunden.

Mehrere Probleme machen den Anwohnern zu schaffen: Auf der Zufahrt zum Industriegebiet Auerbach-West werde die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde oft ignoriert. Schilder würden zur Seite gedreht, Barrieren inklusive Poller außer Gefecht gesetzt. Und nicht zuletzt nutzten Lkws die Straße widerrechtlich. Der Stadtrat versuche seit Jahren, einen Kompromiss zu finden, betonte Bauamtsleiter Patrick Zschiesche bei der Sitzung. "Wir verstehen, dass die Anwohner genervt sind und eine Lösung erwarten. Es ist nicht falsch, was sie sagen", räumte er ein. Allerdings stehe Allgemeinwohl letztendlich immer über dem Wohl des Einzelnen.

Zschiesche zufolge gibt es nach wie vor zwei Möglichkeiten, mit dem Problem umzugehen: die Straße entweder ganz öffnen oder dicht machen - mit allen Konsequenzen. Auch eine dritte Variante sei denkbar, so der Bauamtsleiter: den aktuellen Zustand beibehalten. Um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen, seien Vernunft und eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Beteiligten notwendig. "Langsamer fahren wäre ideal", schlug Zschiesche vor. "Aber der Mensch greift ins System ein." Die Installation von Überwachungskameras im öffentlichen Raum sei verboten, sagte er. Und ein Blitzgerät koste eine fünfstellige Summe. "Wer außer den drei Möglichkeiten eine Lösung hat, ist jederzeit willkommen."

Beim Vorschlag aus dem Ortschaftsrat, die öffentlich gewidmete Straße mit baulichen Erhebungen zu versehen und in der Folge wenig attraktiv für Temposünder zu machen, winkte Patrick Zschiesche ab. Da würde es ständig scheppern, sagte er.

Rebesgrüns Ortsvorsteher Stefan Fischer (Wählervereinigung) hält eine andere Möglichkeit für den einzigen Weg, um das Hickhack zu beenden. "Die ominöse Kießling-Einfahrt wieder aufzumachen, würde das Problem lösen. Aber so etwas wird in absehbarer Zeit nicht passieren", sagte er. Damit berief sich Fischer auf einen Plan, den die Stadt zur Erweiterung des Gewerbegebietes zwischen Wohnbebauung, Kleingärten und der Ortsumgehung Göltzschtal verfolgt. Eine Zufahrt von der Bundesstraße ist darin allerdings nicht vorgesehen.

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    1
    kopfschuettler1
    21.12.2020

    @Indus

    Hast Du die Maße eines normalen Pkw im Kopf? Wo willst Du auf dieser Straße wechselseitige Parkbuchten anbringen? Willst Du die Gärten mit einbeiehen? Die Öffnung erfolgte doch nur auf Protest der Firma Kießling, weil dessen Kunden einen etwas weiteren Umweg fahren mussten. Da hat die Stadt doch selbst Schuld, dass sie damals eingeknickt ist! Und was erreichst Du mit einer Einbahnstraße? Gar nichts, denn Fahrzeuge der Diakonie müssten eine halbe Weltreise machen, um auf ihr Grundstück zu kommen.
    Vielleicht hattest Du bei der Verfassung Deines Kommentars zuviel Intus?

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    1
    kopfschuettler1
    21.12.2020

    @Indus

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    2
    Indus
    11.12.2020

    -Einbahnstraße aus Richtung Industriegebiet bis Einmündung Kirchsteig, sodass die Parkmöglichkeiten vor der Fleischerei gewährleistet bleiben.
    -Zwingpfeile auf der Hauptstraße
    -Wechselseitige Bepflanzung entlang der Straße/ Fahrbahn, sodass die Entschleunigung stattfinden muss
    -Großzügige (wechselseitige) Parkbuchten für die Gartensparte, was zusätzliche Entschleunigung mit sich bringt