Probleme bei Vogtlandbahn: Nahverkehr schweigt

Bislang keine Stellungnahme des ÖPNV-Zweckverbands Vogtlandes zu Zugausfällen

Auerbach/Neumark.

Auch mehr als zehn Tage nach dem Jahreswechsel hat der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr (ZVV) noch nicht mitgeteilt, wie die Probleme im Bahnverkehr zwischen Falkenstein und Plauen gelöst werden sollen.

Wie die Vogtlandbahn bestätigt hat, muss sie seit Anfang Januar auf der Linie RB5 zwischen den beiden Städten teilweise Busse einsetzen, da es technische Probleme bei Triebwagen gibt. Unter anderem gebe es Engpässe bei der Lieferung von Ersatzteilen.

"Für die Linie RB5 wurde ein angepasstes Betriebskonzept erarbeitet und dem Zweckverband vorgestellt", hatte Vogtlandbahn-Pressesprecher Jörg Puchmüller mitgeteilt. Der ZVV habe diesem Ersatzkonzept zugestimmt. Ob damit Bedingungen verknüpft sind - es für die Vogtlandbahn beispielsweise eine zeitliche Beschränkung gibt - bleibt offen. Trotz mehrmaliger Nachfrage äußerte sich der ZVV nicht.

Weiter südlich nahm dagegen die Bayerische Eisenbahngesellschaft kein Blatt vor dem Mund, als es beim "Alex" im vergangenen Jahr ebenfalls Probleme gab. Dieser ist - ebenso wie die Vogtlandbahn - eine Marke des überregionalen Verkehrsunternehmens Länderbahn.

Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte wegen Zugausfällen beim Alex seinerzeit scharfe Kritik an der Länderbahn geübt. Nicht jedoch in diesem Fall. "Beim Alex gab es damals auch Personalprobleme", sagte am gestrigen Freitag Gunter Ebertz, EVG-Geschäftsstellenleiter in Leipzig. "Bei der Vogtlandbahn ist das anders. Da liegt es wirklich nur an den Ersatzteilen." (nie)

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