Prozess um Handys - Schaden weit geringer

Gegendarstellung zum Bericht vom 24. April 2020

Auerbach.

In der Ausgabe Vogtland der "Freien Presse" vom 24. April 2020 ist auf Seite 9 der Hauptbeitrag über einen Prozess vor dem Amtsgericht Auerbach überschrieben mit "Handybetrüger ergaunern über 400.000 Euro". Im Vorspann heißt es weiter: "Die Angeklagten waren geständig." Diese Aussagen sind falsch.

Richtig ist: Die Entstehung des von der Staatsanwaltschaft angenommenen Schadens ist nicht erwiesen. Demzufolge wurde auch kein Geständnis zu diesen Vorwürfen abgelegt. Dieser Teil des Verfahrens wurde im Einvernehmen zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht eingestellt. Die Verurteilung beruht allein auf dem Vorwurf, vertragswidrig Provisionsansprüche gegenüber den Telefonanbietern ausgelöst zu haben. Der dadurch entstandene Schaden ist jedoch weit geringer und wurde bereits freiwillig größtenteils zurückgezahlt.

In dem Beitrag wird ebenfalls behauptet, durch die Beschuldigten seien "Handyvertragspakete ... in Einzelteilen gewinnbringend verkauft" worden. Das ist falsch.

Richtig ist: Aus dem Weiterverkauf wurde kein Gewinn gezogen. Die Handypakete wurden gegenüber den Telefonanbietern bezahlt.

Matthias Richter

Auerbach, 29. April 2020

Die "Freie Presse" ist zum Abdruck der Gegendarstellung laut Paragraf 10 des Sächsischen Pressegesetzes verpflichtet.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    jens007
    02.05.2020

    Bewährungsstrafen werden nicht verhängt weil man lieb ist.Ich glaube einem Gerichtssprecher mehr als einem verurteilten Straftäter.