Radweg Richtung Richardshöhe: Neuer Anlauf zur Lösungssuche

Die Göltzschtal-Umgehung mag zwischen Rodewisch und Falkenstein Verkehrsprobleme lösen. Anderenorts schafft sie neue. Wie in Reumtengrün, wo die Trasse den Weg nach Auerbach erschwert.

Reumtengrün/Auerbach.

Zahlen, wie viele Radfahrer und Fußgänger täglich zwischen Auerbach und Reumtengrün und umgekehrt unterwegs sind, gibt es nicht. "Der Sommer ist der Schwerpunkt: Wenn die Leute aus Auerbach unser Freibad besuchen und Ausflügler mit dem Rad unterwegs sind", sagt Uwe Ebert, Ortsvorsteher von Reumten-grün. Aber auch sonst ist das Fehlen einer durchgängigen und vor allem sicheren Verbindung für Radler und Fußgänger zwischen dem Auerbacher Ortsteil, der zu Reumtengrün gehörenden Ortslage Richardshöhe und der Kernstadt ein Problem. "Man kann auch sagen: ein Dauerbrenner", ergänzt Eberts Vize Guntram Türke: Ungefähr in jeder zweiten Sitzung des Ortschaftsrates werde der fehlende Weg von Bürger angesprochen.

Seit etwa fünf Jahren geht das so, als sich mit dem Bau der B-169-Neubautrasse samt Zubringern die Situation änderte. Zwar wurde ab Reumtengrün begleitend zur Auerbacher Straße ein Radweg angelegt. Doch der endet an der neuen Brücke über die Göltzschtalumgehung. Danach geht es für Fußgänger und Radler nur auf Provisorien weiter.

Daran lässt sich auf die Schnelle auch nichts ändern, steht seit dem Ortstermin am Donnerstagabend fest. Doch ein Anfang sei gemacht, waren sich die Beteiligten einig: Vertreter von Ortschaftsrat, Stadtverwaltung und Landesamt für Straßenbau und Verkehr/Niederlassung Plauen verständigten sich darauf, zunächst ein Konzept für eine bessere Rad- und Fußwegverbindung zu erarbeiten und mit allen Partnern abzustimmen. Bauamtsleiter Patrick Zschiesche: "Im Prinzip gibt es dieses Konzept. Es muss nur noch zu Papier gebracht werden." Neben der Stadt Auerbach ist dazu auch der Vogtlandkreis gefragt. Dieses Konzept muss dann mit dem Lasuv angestimmt werden und Lösungen für die von Reumtengrün geforderten Änderungen gefunden werden.

Für den Landtagsabgeordneten Sören Voigt, der zusammen mit dem Ortsvorsteher den Termin organisiert hatte, ein guter Anfang. "Es geht um eine Lösung, die sich mit überschaubarem Aufwand herstellen lässt", betonte der CDU-Politiker. Ortsvorsteher Ebert sagte, er habe nun mehr Verständnis für bestimmte Regelungen der Straßenverwaltung, etwa weshalb die Leitplanken nicht einfach versetzt werden könnten (Antwort: aus Sicherheitsgründen) "Aber das ändert nichts an meiner Position. Und die lautet: Eine Änderung muss her."

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