Rakete entzündet Dachstuhl: Großeinsatz in Auerbach

Ein Großbrand hielt in der Neujahrsnacht alle Feuerwehren der Göltzschtalstadt in Atem. Verletzt wurde niemand.

Auerbach.

Für 76 Feuerwehrleute aus Auerbach und seinen Ortsteilen war die Neujahrsfeier am Dienstag, kurz nach 0 Uhr, beendet: Eine Feuerwerksrakete setzte den Dachstuhl eines Zweifamilienhauses an der Crinitzleithen in Brand. Der Dachstuhl brannte völlig aus, verletzt wurde laut Polizei niemand. Wie hoch der durch das Feuer entstandene Sachschaden ist, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Verursacht hat das Feuer ein 19-Jähriger, der in der Nachbarschaft die Rakete angezündet hatte. "Wir mussten ihn nicht ermitteln, er war vor Ort und hat zugegeben, dass er die Rakete abgeschossen hat", berichtete Katja Hohenhausen von der Polizeidirektion Zwickau. Ob der 19-Jährige auch die Feuerwehr alarmiert hat, konnte sie nicht sagen.


Das Haus sei von vier Personen, zwei Familien, bewohnt gewesen. Drei Bewohner, eine 76-jährige und eine 52-jährige Frau sowie ein 54-jähriger Mann, mussten in einem Krankenhaus behandelt werden, weil ihnen die Ereignisse in der Neujahrsnacht so stark zugesetzt hatten. Laut Katja Hohenhausen sind die Familien bei Nachbarn untergekommen. "Ersatzwohnungen standen durch die Auerbacher Wohnbau zur Verfügung, wurden aber nicht in Anspruch genommen", so Auerbachs Pressesprecher Hagen Hartwig. Nach seinen Worten war Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos) am Einsatzort. Da sich der Einsatz bis Dienstagmorgen hinzog, habe er sich um die Versorgung der Feuerwehrleute gekümmert.

"Wir waren von 0.20 Uhr bis gegen 7.30 Uhr draußen", sagte Günther Heckel, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach. Im Einsatz waren neben der Polizei und medizinischen Rettungskräften die Freiwilligen Feuerwehren aus Auerbach, Reumtengrün, Rebesgrün, Beerheide und Vogelsgrün. Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, war das Feuer nur durch ein Fenster im Dachstuhl zu sehen. Heckel vermutet, dass die Rakete durch ein Fenster auf den Dachstuhl geflogen war. Das Feuer habe dort sehr schnell um sich gegriffen. Durch die große Hitze des Brandes sei der Dachstuhl nicht mehr zu retten gewesen. Deshalb hätten sich Feuerwehrleute auf die Schadensbegrenzung konzentriert: "Wir haben die andere Doppelhaushälfte gesichert und dafür gesorgt, dass das Haus nicht ganz abbrennt", berichtet Heckel. Wie er sagte, setzt der Einsatz in der Neujahrsnacht eine unschöne Tradition für die Auerbacher Feuerwehren fort: "Wir mussten in den vergangenen Jahren zum Jahreswechsel immer ausrücken."

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