Raps-Aussaat wirbelt mächtig Staub auf

Trotz Trockenheit - die Bauern vom Landgut Neustadt säen in diesen Tagen den Raps aus, hier auf einem etwa 35 Hektar großen Schlag bei Siebenhitz. "In unseren Lagen muss der Raps bis Ende August ausgebracht werden, damit die Saat noch vor dem Winter keimen kann. Dass mag Laien angesichts der Trockenheit auf den Feldern unsinnig erscheinen, aber wir hoffen, dass in den nächsten Tagen ein Gewitterregen für die notwendige Bodenfeuchtigkeit sorgt", sagt Uwe Döhler, Geschäftsführer des Landguts, das auf rund 100 Hektar Raps für die Ölproduktion anbaut. Zuvor war auf dem Feld Sommergerste geerntet worden. Die Einbuße bei dem Getreide schätzt Döhler auf "etwa 30 Prozent des langjährigen Durchschnittsertrags". Das sei bedauerlich, aber nicht Besorgnis erregend. Problematischer seien die Einbußen bei der Futtergewinnung infolge der Trockenheit. "Normalerweise fahren wir drei Mal zum Grünschnitt raus, dieses Jahr hat es nur für zwei Mal gereicht bzw. der dritte Schnitt war zum Vergessen". Und Grünfutter sei auch nicht zu beschaffen. Man helfe sich aus, beispielsweise indem bei den Jungrindern Stroh ins Futter gemischt werde. Was die Staubentwicklung bei der Aussaat angehe, so sei man sich des Problems der Bodenerosion bewusst. "Wir beachten die Windrichtung bei der Feldbearbeitung und versuchen, die Staubbelastung möglichst gering zu halten. Zugleich hoffen wir, dass die Leute Verständnis haben. Denn wir müssen jetzt aufs Feld", so der Landgut-Landwirt. (how)Foto: Joachim Thoß

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