Ratten rühren Köder nicht an

Schädlingsbekämpfung in Plauen dauert noch an

Plauen.

Das Rattenproblem am Oberen Bahnhof in Plauen ist nach dem Einsatz von Schädlingsbekämpfern offenbar abgeebbt. Die immer zutraulicher gewordenen Nager, die zuletzt auch tagsüber auf Grünflächen und Wegen in Bahnhofsnähe unterwegs waren und seit Sommer 2019 zunehmend als lästige Plage empfunden wurden, sind dort nicht mehr zu sehen.

Die von einer Fachfirma aufgestellten und regelmäßig kontrollierten Köderboxen "wurden sofort sehr gut angenommen", schildert Steffen Ullmann, Fachgebietsleiter Tiefbau im Rathaus, den Zwischenstand der Aktion. Seit einigen Wochen werden die ausgelegten Köder nicht mehr von den Krankheiten übertragenden Nagetieren aufgenommen. "Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass der Bestand ausgerottet oder zumindest sehr stark dezimiert ist", erläutert Steffen Ullmann. So ganz trauen will er dem Frieden aber nicht, schließlich gelten Ratten als überaus intelligent. Sie könnten den Braten riechen und einen Bogen um das Gift machen. Deshalb geht die Stadt auf Nummer sicher. "Zur weiteren Erfolgskontrolle werden die Köderboxen für die kommenden sechs Monate weiter bestückt und kontrolliert", kündigt der Tiefbau-Chef an. Die bisherigen Kosten des Einsatzes beziffert er auf 1200 Euro.

Rattenbeobachtungen wurden auch vom Albertplatz und an der Forststraße gemeldet. Am Albertplatz will die Verwaltung nochmals kontrollieren, kündigt Steffen Ullmann an. Auch die Deutsche Bahn AG hatte sich nach Beschwerden an der Rattenbekämpfung beteiligt. (ur)


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