Rekordbeteiligung beim Oldtimer-Umzug

Ein imposantes Bild haben zum Heimatfest Schnarrtanne die 45 Traktoren, Autos und Zweiräder auf dem Sportplatz geboten. Dort nahmen die Festbesucher die Hitze sportlich.

Schnarrtanne/Vogelsgrün.

Mit einer Rekordbeteiligung von 45 Fahrzeugen war der Umzug der Oldtimer und Traktoren am Samstagnachmittag eine der Hauptattraktionen des Heimatfestes, das am Wochenende in Schnarrtanne und Vogelsgrün gefeiert wurde.

Das dritte Mal veranstalteten der Heimatverein und die Kleintierzüchter diesem Umzug vom Haus des Gastes bis zum Sportplatz. Dem Aufruf folgten nicht nur ortsansässige Oldtimerfans, sondern auch etliche Teilnehmer, die ein paar Kilometer mehr zu fahren hatten, so wie Jörg Baumgartl aus Lengenfeld.


Baumgartl hat sich mit dem Kauf eines Holter B12-Traktor, Baujahr 1965, einen Kindheitstraum erfüllt. "Als ich den Traktor vor zwei Jahren gekauft habe, war er in einem sehr schlechten Zustand und auch nicht fahrbereit. Drei Monate Arbeit und er lief wieder", berichtet der Oldtimer-Fan.

Auch etwas Altes zum Fahren, das aber auch bei jungen Leuten durchaus beliebt ist hatte Uwe Ficker mitgebracht. Er lenkte ein aufpoliertes S 50 auf den Sportplatz. Als einer der Mitorganisatoren freute er sich, dass so viele Fahrzeuge wie noch nie der Einladung gefolgt waren. "Hinter diesem Fest steckt ein halbes Jahr Vorbereitung. Alle Vereine des Ortes sind beteiligt.

Nach und nach tuckerten die Oldtimer und Traktoren auf den Festplatz. Zahlreiche Fotoapparate und Handys hielten das Geschehen fest. Dieselgeruch füllte den Platz. Einweiser sorgten dafür, dass die Fahrzeuge in Reih und Glied für weitere Besichtigungen und Fachsimpeleien mit den Besitzern aufgestellt wurden. Danach ging es zum gemeinsamen Kaffeetrinken ins Festzelt. Dort erwartete die Festbesucher neben Kaffee und Kuchen ein Programm der Kinder aus der Vogelsgrüner Kita Spatzennest.

Nur die drückende Hitze tat der Freude ein wenig Abbruch. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Uhlmann war klar, dass etliche ältere Einwohner vermutlich nicht kommen werden. Trotzdem nahm er die Hitze sportlich. "Den Frauen beim Kinderkleider-Basar habe ich gesagt, sie sollen sich fühlen wie in der Karibik und diesen Tag als Urlaub sehen."

In den Schatten zurückgezogen hatten sich Mike und Sandra Spitzner aus Schnarrtanne mit ihren tierischen Begleitern, den Greifvögeln. Der Falkner stellte dem Publikum sein Hobby vor und erklärte: "Wir betreiben außerdem eine Auffangstation. Dieses und auch voriges Jahr haben wir außergewöhnlich viele Turmfalken aufgenommen, die aus dem Nest gefallen sind." Vermutlich wegen der Hitze im Nest hätten die Vögel ungewöhnlich früh erste Flugversuche gestartet, die dann unglücklich am Boden endeten. "Normalerweise versorgen die Altvögel die Kleinen weiter. Manchmal finden aber Passanten die Jungvögel und bringen sie dann zu uns", berichtet der Falkner, der mit einem amerikanischen Buntfalken, einer Schleiereule und einem Uhu angereist war.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...