Rente für Feuerwehr: Treuen soll vorangehen

Ratsfraktion Linke/SPD kündigt Antrag im Stadtrat an

Treuen.

Mehr Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute - das will die Fraktion Die Linke/SPD im Treuener Stadtrat erreichen. Zur jüngsten Sitzung kündigte Fraktionssprecher Jürgen Jahn einen "Antrag für Initiativen zur bundesweiten Einführung einer Feuerwehrrente" an. "Die Bürgermeisterin wird beauftragt, bei den kommunalen Spitzenverbänden des Freistaates Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland Initiativen zur Einführung einer Feuerwehrrente als Bestandteil der gesetzlichen Altersrente anzuregen und zu befördern", heißt es in dem den anderen Fraktionen und der Bürgermeisterin übermittelten Antrag. Ob er tatsächlich im Stadtrat behandelt wird, ist noch nicht entschieden.

"Brand und Katastrophenschutz als kommunale Pflichtaufgabe wird überwiegend durch ehrenamtliche Feuerwehrleute erfüllt", begründet Jahn den Vorstoß für mehr Anerkennung. Er sieht in der sogenannten Feuerwehrrente eine Möglichkeit, dieses Ehrenamt attraktiver zu machen und so Mitgliederschwund und Personalmangel in den Wehren zu begegnen. "Die Feuerwehrrente soll ein Anreiz sein, um Kameraden im Ehrenamt zu halten oder dafür zu gewinnen", sagt Jahn. Dabei verweist er auf ähnliche Überlegungen in anderen Bundesländern, etwa in Baden-Württemberg.

Torsten Kleditzsch

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Mit ihrem Vorstoß für eine Feuerwehrrente stehen Linke und SPD in Treuen nicht allein. Erst im März wurde ein entsprechender Antrag aus Lengenfeld bekannt - ebenfalls von der Linken lanciert. In Treuens Nachbarstadt gibt es bereits Zuspruch für den Vorschlag. Uwe Rockstroh von der Fraktion BIL findet den Vorstoß richtig: "Die Leistung der Feuerwehrleute sollte anerkannt werden." Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) will den Antrag in einer der nächsten Ratssitzungen behandeln. (mit sia)

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