Rodewisch: Hoffen auf Geld für Bahnhof

Ist nach dem Dulig-Vorstoß der Ausbau des künftigen Busdrehkreuzes für das Vogtland in Gefahr? Die Bürgermeisterin geht vom Gegenteil aus.

Rodewisch/Dresden.

Der Streit um Sachsens Verkehrsverbünde und die Finanzierung des künftigen öffentlichen Nahverkehrs im Vogtland betrifft auch den Ausbau des Rodewischer Busbahnhofes zum Drehkreuz im Vogtland. Laut Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) ist die Kommune mit 20.000 Euro für die Planung in Vorleistung gegangen. Der Neubau umfasst eine Investition von zwei Millionen Euro, die zu 85 Prozent über die sächsische Förderrichtlinie öffentlicher Personennahverkehr und zu 15 Prozent über den regionalen Verkehrsverbund finanziert werden sollen. Bei den Planungsleistungen handle es sich um Eigenanteile der Stadt, so Schöniger weiter. Bis Herbst 2019 soll die Hälfte des Bauprojektes schon realisiert sein.

Der neue Busbahnhof ist Teil des Bus-Vogtlandnetzes 2019+, für das derzeit die Ausschreibungen laufen und im Zuge dessen das Angebot ausgebaut werden soll. Nachdem Sachsens Verkehrsminister vergangene Woche bekannt gegeben hatte, die Verbundstruktur neu ordnen zu wollen, und obendrein die Finanzierung des geplanten Busverkehrs im Vogtland nicht hundertprozentig gesichert zu sein scheint, steht demzufolge auch das Projekt in Rodewisch in Frage. Der Vorstoß von Martin Dulig (SPD) sei völlig überraschend gekommen, hatte Thorsten Müller, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Vogtland am Freitag erklärt. Er wisse nicht, welche Auswirkungen das für die Pläne des VVV hat.

Kerstin Schöniger gibt sich zuversichtlich. Sie betont die Bedeutung des Projektes für die Stadt und geht davon aus, dass das Land Geld bereit stellen wird - aus welchem Topf auch immer. Allerdings hatten einige der Rodewischer Stadträte genau vor dieser Situation gewarnt, als es um die Vergabe der Planungsleistung für den Busbahnhof ging.

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