Rodewisch muss für Kitas tiefer in Tasche greifen

Für die städtischen Einrichtungen "Schwalbennest" und "Nestwärme" gibt es seit Juli einen neuen Vermieter. Der hat nun auf einen veränderten Vertrag gepocht.

Rodewisch.

Statt bisher 2000 Euro werden ab Januar nächsten Jahres 2200 Euro an Kaltmiete bei der Stadt Rodewisch für ihre zwei Kindertagesstätten fällig. Sie befanden sich bislang auf dem Gelände des Sächsischen Krankenhauses. Dem hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt - bei einer Neinstimme und einer Enthaltung. Dabei hat die Kommune noch höhere Forderungen abwenden können.

Die Kitas "Schwalbennest" und "Nestwärme" befanden sich bislang im Eigentum des Freistaates. Dessen Betrieb für Immobilien und Baumanagement (Sib) hat die zwei Häuser samt Grundstücke in diesem Jahr an einen Privateigentümer in Neustadt an der Weinstraße verkauft. Dieser legte der Kommune nun einen neuen Mietvertrag vor. Demnach sollte aber nicht nur die Kaltmiete um monatlich 200 Euro für beide Häuser zusammen steigen, sondern auch die Mietdauer auf mindestens fünf Jahre festgeschrieben werden. Zudem sollte von 2018 bis 2021 in Jahresschritten die Miete nochmals um monatlich 80 Euro angehoben werden.

Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) konnte mit dem neuen Vermieter soweit verhandeln, dass dieser bei der Mietdauer und den weiteren jährlichen Anpassungen von seinen Forderungen abließ. Die beidseitige Kündigungsfrist betrage weiterhin zwölf Monate auf das Ende eines jeweiligen Jahres, sagte sie.

Hintergrund für die Mieterhöhung ist die Tatsache, dass der neue Vermieter ein komplett neues Versorgungssystem für die zwei Häuser installieren muss. Bisher hingen die Kitas bezüglich Heizung oder Strom am Netz des Sächsischen Krankenhauses. Mit dem Verkauf ist diese Möglichkeit jedoch hinfällig.

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