Rodewisch packt Schlossstraße samt Brücke an

Wie weiter bei der Neu-gestaltung der Innenstadt? Nach Postplatz und Stadtpark rückt die Zufahrt zur Schlossinsel in den Blick.

Rodewisch.

Zwischen Auerbacher Straße und Museumszufahrt ist die Schlossstraße bereits auf Vordermann gebracht. Nun will Rodewisch den maroden Abschnitt zwischen Zugang Schlossinsel und Kreuzung Lindenstraße/Straße der Jugend in Angriff nehmen - einschließlich Brücke über die Göltzsch.

Im Rathaus steht das Projekt unter der Bezeichnung "Mobilitätsachse Schlossstraße" auf der Vorhabensliste für das Stadtzentrum. Von der wurden bereits die Umgestaltung des Postplatzes und die Neugestaltung des Stadtparkes einschließlich der neuen Parkbrücke abgearbeitet; Schlossinsel, Busbahnhof und Göltzschplatz mit neuem Kindergarten sind weitere Mosaiksteine zur Neugestaltung Rodewischs.

Die Pläne für die Schlossstraße soll das Planungsbüro Projekta für knapp 22.000 Euro erstellen. Das hat der Stadtrat in der jüngsten Sitzung entschieden. Liegen Entwurf und Kostenberechnung des Auerbacher Ingenieurbüros vor, kann die Stadt Fördermittel zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" beantragen. Der Fördersatz in dem Programm liegt aktuell bei 90 Prozent.

Eine Prämisse der Planungen, die Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) im Stadtrat betonte: "Die Schlossstraße soll auch künftig keine Durchfahrtsstraße sei." Demzufolge könnte man sich beim Ausbau der Straße am vorderen Abschnitt orientieren, der mit Pflasterung, Begrünung und Stellplätzen die touristische Nutzung der Schlossinsel berücksichtigt und auch Fu´ßgängern und Radfahrern genug Platz lässt.

Knackpunkt der Umgestaltung der "Mobilitätsachse" wird die Brücke über die Göltzsch bzw. deren Zustand: Mit einem weiteren Vergabebeschluss über rund 26.000 Euro beauftragte der Stadtrat jenes Ingenieurbüro aus Chemnitz mit der Planung, das bereits für die im Vorjahr fertiggestellte neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke im Stadtpark verantwortlich zeichnete.

Wichtiger Bestandteil der Planung für die Brücke im Zuge der Schlossstraßen-Erneuerung ist die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Auf deren Basis soll die Entscheidung getroffen werden, ob die knapp 100 Jahre alte Schlossbrücke (im Volksmund nach dem Vorgängerbau auch Rissbrücke genannt) instandgesetzt oder an ihrer Stelle ein Neubau errichtet wird. Beim Vorgänger-Brückenprojekt im Stadtpark hatte das in der Stadt für jede Menge Diskussionsstoff gesorgt.

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