Rodewisch teilt Kosten für Standesamt neu auf

Nachbarn Lengenfeld, Treuen und Steinberg müssen noch zustimmen

Rodewisch.

Die Stadt Rodewisch hat als erste Kommune eine Änderung der Beiträge für den Standesamtsbezirk mit Steinberg, Treuen und Lengenfeld beschlossen. Während sich für Steinberg nichts ändert, passten die Räte die Kostenlage für die zuletzt zum Bezirk dazugekommenen Nachbarstädte Lengenfeld und Treuen an. Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) begründete die für Lengenfeld von 15.000 auf 33.000 Euro und für Treuen von 42.000 auf 46.000 Euro steigenden Zuschüsse mit gestiegenen Kosten im eigenen Rathaus. Sie zählte auf, was alles nötig sei, um ein Standesamt zu betreiben: "Drei Mitarbeiter, ein externer Server zur Datenspeicherung, separate Software und regelmäßige Schulungen fürs Personal." Zudem seien künftige Tariferhöhungen zu berücksichtigen.

Von den insgesamt für das Standesamt nötigen 153.000 Euro pro Jahr trägt Rodewisch auch künftig die Hauptlast. Jedoch sinkt diese von 81.000 auf 57.000 Euro. Bei der Gesamtsumme seien die Einnahmen durch Gebühren berücksichtig.

Steinbergs Zuschuss in Höhe von 16.000 Euro errechnet sich anhand der Einwohnerzahl. Das Verhältnis zwischen Aufwand und Kostenbeteiligung sei hier gewahrt, so die Stadtchefin. "Da Lengenfeld und Treuen jedoch mehr Einwohner haben als Rodewisch, wäre es ungerecht, wenn wir hier die Kosten anhand der Einwohnerzahl berechnen, denn in Rodewisch fallen durch die beiden Kliniken wesentlich mehr Beurkundungen an, als in Treuen und Lengenfeld", erklärte sie die komplizierte Grundlage. Daher wird ein Umrechnungsfaktor angewendet, der von 0,4 auf 0,8 steigt.

Schöniger wies darauf hin, dass ein gemeinsamer Standesamtsbezirk die kostengünstigste Lösung sei, auch wenn Rodewisch die Hauptlast trage. "Wenn jede Kommune ein eigenes Standesamt unterhalten müsste, käme das für den Einzelnen teurer", so Schöniger. In Treuen und Lengenfeld stünden die Beschlüsse in den Dezember-Sitzungen an, informierte sie weiter.

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