S-Bahn-Anbindung fürs Vogtland ab 2025 rückt näher

Eine schnelle Direktverbindung zwischen Plauen und Leipzig wird seit Jahren gefordert. Eine Zugteilung in Werdau macht künftig den Anschluss möglich, wenn alles klappt wie geplant. In Auerbach wurden nun Weichen dafür gestellt.

Auerbach.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 soll das Vogtland direkt ans Mitteldeutsche S-Bahn-Netz mit dem Knotenpunkt Leipzig angeschlossen werden. Geplant ist, die bestehende Linie S5X, die den Flughafen Halle/Leipzig mit Zwickau verbindet, in Werdau zu teilen, sodass ein Zugteil nach Zwickau, der andere über Reichenbach weiter bis Plauen rollt.

Die entsprechende Planung ist Bestandteil der europaweiten Neuausschreibung des S-Bahn-Netzes, die derzeit vorbereitet wird. Sie soll Ende 2025 in Kraft treten. Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) stellte dafür auf seiner Verbandsversammlung am Donnerstag in Auerbach die Weichen, indem er eine Vereinbarung mit anderen ÖPNV-Zweckverbänden sowie den Verkehrsministerien von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg billigte.

Voraussetzung für die Verlängerung der S-Bahn ins Vogtland per Zugteilung sind Umbauarbeiten am Bahnknoten Werdau, die 2024 erfolgen sollen. Für ZVV-Verbandschef Landrat Rolf Keil (CDU) ist die S-Bahn-Verlängerung "ein wichtiger Schritt für eine bessere Verkehrsanbindung der Region". Zumal die Kosten des Umbaus in Werdau nun nicht das Vogtland zahlen muss. Gleichwohl kostet die S-Bahn-Verbindung bis Plauen den Zweckverband ordentlich Geld: Nach aktuellen Preisen sind für die kalkulierten 500.000 Zugkilometer pro Jahr im ersten Vertragsjahr rund 7,8 Millionen Euro zu zahlen. (how)

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