S letzte Westgeld

Iehr werds net glaabn, ober dr Meta is erscht itze e "Wendegeschicht" eigefalln, die när iehr gepassiern kunnt. Setts Zeich brängt när de Meta zamm, aah wenn r hinterher de Knie waach werdn. S Datum wass se nimmer, när ass des an ne letztn Tog woar, wue mr die 100 Westmark kriegt hot. Sellmol is se miet iehrn Maadl nüber auf Hof gefoahrn. Und wall dort nuch Oadrang gewesn is, sei se wattergefoahrn bis nooch Oberkotzau, des is e Marktfleck be Hof.

Kurz vuer im Zwölfe standn se droan Rothaus. Ewing mulmig woars iehne scho, wie se nei sei! E gunger Moa soß hinter en Tisch und hatt hinter siech e klass Regoal miet de verschiedene Geldscheine. Unnere Zwee habn iehre Ausweis gezeigt, und der gunge Moa wott iehne s Geld auszohln: "Da haben Sie aber Glück, denn in fünf Minuten wäre Schluss mit der Aktion 100 DM für Ostdeutsche", hot r gemaant. Do kimmt doch de Meta auf die verrückte Idee ze freegn, ob se net aus den Oalass siech s Geld selber rausnemme därfn. Den gunge Moa hots de Sproch verschlogn, ober noochert hot r eigewilligt. Also habn siech de Meta und iehr Tochter s letzte Westgeld drübn in Oberfranken selber aus de Fächer zammgesucht.

Aufn Weg zen Auto habn se en grueßn Schuhlodn entdeckt. "Nu nischt wie nei!", hot de Meta gemaant. Wie dr Chef wusst, ass de Meta när die 100 Westmark besessn hot, durft se siech e Poar Superstiefl aussuchn, die se fr 50 DM kriegt hot. (rmö)

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