Schau zeigt Weg zur Kunst

Horst Eczko stellt in Falkenstein Bilder aus. Der Künstler aus Lengenfeld fordert die Besucher zum genauen Hinsehen auf.

Falkenstein.

Zum ersten Mal in der fünfjährigen Ausstellungs-Geschichte des Kunstfördervereins Falkart haben dessen Mitglieder mit dem Lengenfelder Horst Eczko einen Nicht-Falkensteiner in die Galerie-Räume geholt - und das aus gutem Grund: Eczko gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und er war bis zu seinem Eintritt ins Rentenalter als Dessinateur in der Textilbranche tätig.

Etwa 60 Kunstinteressierte, und damit deutlich mehr Besucher als Stühle bereit standen, fanden sich am Freitagabend in der Galerie des Schlosses Falkenstein ein, um die Eröffnung einer Ausstellung des 82-jährigen Industriegestalters, Malers und Grafikers Eczko nicht zu versäumen. Das Interesse an der Ausstellung mit dem Titel "Ein Leben mit der Kunst" zeugt vom hohen Bekanntheitsgrad und von der Beliebtheit des Lengenfelder Künstlers. Etliche Vertreter des Lengenfelder Kulturbundes waren gekommen, aber auch Mitglieder des Auerbacher Kunstvereins, dazu die Bürgermeister aus Lengenfeld und Ellefeld, Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) und Jörg Kerber (parteilos).

Etwa 40 groß- und kleinformatige Werke, teils Acryl, teils Mischtechnik oder Tusche, hatte der einladende Kunstförderverein in den Räumen der Sparkassenfiliale an die Wand gehängt. Dort befindet sich im Erdgeschoss einer Galerie. Teils gegenständlich, teils sich Richtung Expressionismus bewegend, bleibt dem Betrachter in jedem Fall genügend Freiraum, selbst Gedanken zum Gezeigten zu entwickeln. Genau darauf zielt Horst Eczko mit seiner Kunst ab. Er fordert die Besucher zum Hinschauen auf, fängt sonst flüchtige Momente auf der Leinwand ein und vermittelt dem Kunstinteressierten damit eine Vorstellung vom Eczko'schen Blick auf die Dinge.

Erst danach entdeckte er seine Liebe zur Landschaftsmalerei. Mehr als 25 Jahre gehörte er dem Verband Bildender Künstler an. Eczko unterrichtete unter anderem in der Reichenbacher Textilfachschule im Fach Gestaltung und leitete Laiengruppen, die sich mit dem Malen beschäftigt haben.

Der Krieg wirbelte seine und die Biografie der aus dem ostpreußischen Nußberg stammenden Familie durcheinander. Vertreibung, Flucht, Bombenangriffe, Verlust von Familienmitgliedern und das Aufbauen eines neuen Lebens prägen seine Vita. Auf die Geschichte der Familie und die der Plauener Kunstschule, als deren Schüler sich Eczko sieht, blickte Laudator Detlef Manfred Müller aus Plauen, ein Freund der Familie, zurück.

Service Die Bilder sind bis 30. April zu folgenden Zeiten zu sehen: Montags, von 9 bis 12.30 und 13.30 bis 15 Uhr, dienstags von 9 bis 12.30 und 13.30 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 12.30 und 13.30 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 12.30 und 13.30 bis 15 Uhr.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...