Schauspieler lassen sich Bier schmecken

Die Wernesgrüner Brauerei dreht einen neuen Werbespot in Chemnitz. Die Verantwortlichen haben sich aus zwei Gründen für die Stadt entschieden.

Wernesgrün/Chemnitz.

Unter einer mächtigen Eiche im Chemnitzer Küchwald haben sich Freunde zum gemeinsamen Feierabend getroffen. Gut sehen sie aus - und noch besser gelaunt sind sie. Mit braunen Flaschen wird angestoßen und das Leben gefeiert. Jemand hat eine Musikbox angestellt, sie hüllt die Szene in ein angenehmes Klanggewand. "Und aus!", ruft jemand. Die Musik verstummt, die guten Freunde - allesamt Schauspieler - stoppen ihre Unterhaltung und diskutieren stattdessen mit dem Regisseur die Szene. Rund 20 Leute umringen das biertrinkende Grüppchen, allesamt Beteiligte an den Dreharbeiten für den neuen Wernesgrüner Werbespots.

"Wir wollen Lebensfreude zeigen", sagt André Wels, seit Mai Markenchef der Biermarke, während er im Schatten der Eiche in einem Klappstuhl sitzt. Die Geschichte des Werbefilmchens ist schnell erzählt. Die Protagonisten starten aus dem Büro und treffen sich im Park, feiern sich und die Freizeit und gönnen sich - umringt von schönster Natur - ein kühles Bier. "Raus aus dem Alltag", sei das Motto, so Wels.


Doch warum dreht eine Brauerei aus dem vogtländischen Wernesgrün nicht im Vogtland? Man verstehe sich vordergründig als sächsische Marke, sagt Wels. Zudem wolle man zeigen, wie attraktiv Chemnitz sei, besonders nachdem zuletzt oft die weniger schönen Seiten der Stadt in den Medien zu sehen gewesen seien. Die Oper und die Küchwaldbühne sollen im Streifen auftauchen, weitere Drehorte seien geplant. Allerdings sei noch nicht klar, welche weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt es final in den Spot schaffen. Man wolle die Kreativität des Regisseurs schließlich nicht einschränken.

Der hat derweil viel zu tun, eine weitere Szene wird gedreht. Der Kameramann umkreist die Darsteller, ein riesiger Scheinwerfer auf einem gut fünf Meter hohen Mast spendet Licht. So ein Werbespot sei viel Aufwand, erzählt der Markenchef. "Vorbereitung ist da alles." Mindestens sechs Monate zeitlichen Vorlaufs benötige man für so einen Dreh: für das Erstellen des Konzepts, für das Finden der Schauspieler, des Kamerateams und natürlich der Drehorte.

Das Filmteam finden Interessierte am Samstagvormittag an der Straßenbahn-Haltestelle der Brückenstraße. Man darf beim Dreh zusehen, sollte jedoch etwas Abstand halten. Ab August soll im Fernsehen, Kino und Internet das finale Ergebnis der Arbeiten zu sehen sein.

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