Schneebruch: Straße bei Bergen gesperrt

Während die Gefahr im nördlichen Vogtland durch das Tauen sinkt, bleibt die Lage in anderen Gebieten angespannt.

Auerbach/Bergen.

Die Staatsstraße 301 zwischen dem Ortsausgang Bergen und Poppengrün war am Mittwochnachmittag die erste im Vogtlandkreis, die wegen Schneebruch voll gesperrt wurde. Bis wann die Sperrung dauern würde, teilte der Rettungszweckverband Südwestsachsen nicht mit.

Die Feuerwehren der Region waren bereits seit Dienstag zu mehreren Einsätzen wegen Schneebruchs ausgerückt. Wie Enrico Pohl, Leiter der zuständigen Zwickauer Rettungsleitstelle, auf Nachfrage von "Freie Presse" sagt, waren die Feuerwehrleute meist in der Plauener und Reichenbacher Region im Einsatz. Dort seien Äste herabgefallen, weil sie die nasse Schneelast nicht mehr tragen konnten. Zudem hätten Bäume Straßen versperrt, so Pohl. Ihm bereitet Kopfschmerzen, dass einige Bäume derzeit noch Laub tragen, "ein Phänomen, das wir schon aus den Vorjahren kennen". Das vervielfache die Schneelast.

Von einer erhöhten Baumbruchgefahr durch Nassschnee spricht auch die Stadt Auerbach. Das sei einer der Gründe, warum die Loipen in den Ortsteilen nicht gespurt werden. Außerdem möchte die Stadt vermeiden, dass durch die gespurten Strecken Wintersportler angelockt werden, die dadurch gegen Coronabestimmungen verstoßen würden.

Die Freiwillige Feuerwehr Pausa hatte am Dienstagabend mit einem schweren abgebrochenen Ast zu tun. Eine runde Stunde waren die Feuerwehrleute im Einsatz, um das Hindernis zu beseitigen. Es blockierte die Straße in Richtung Zeulenroda. Pausas Wehrleiter Ralf Weber befürchtet, dass noch mehr Äste abbrechen. Marcel Teichmann von der Plauener Berufsfeuerwehr war optimistischer. "Es taut gerade, und der leichte Wind schüttelt auch schon wieder den Schnee von den Bäumen ab", so der kommissarische Wachabteilungsleiter gestern. Prinzipiell gehörten Einsätze wegen Sturm und Schnee zum Tagesgeschäft, so Teichmann. Es käme vor, dass Bürger auch mal einen falschen Alarm auslösen, wenn schwere Äste herabzufallen drohen.

Der Sachsenforst verzeichnet aktuell keine größeren Schäden. "Wir hoffen, das bleibt so", sagt Sprecher Renke Coordes. Die für den Forstbezirk Plauen zuständige Ines Bimberg spricht von Einzelbrüchen. Für den Fall, dass Bäume fallen sollten, appelliert sie an Waldbesucher: "Bitte die Waldränder nicht zuparken und selbst auf den Wegen bleiben." (mit lh)

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