Schreiersgrüner weihen Marienstein mit Wanderung ein

Einst ein sagenumwobener Wallfahrtsort im Fronberggebiet, will ein Verein die Felsformation zu einer Etappe auf dem Steinbruch-Lehrpfad ausbauen.

Schreiersgrün/Treuen.

Wanderweg und Gelände sind hergerichtet, Infomaterial gedruckt, die ersten Wanderfreunde haben zugesagt, auch viele Schreiersgrüner wollen kommen - der Einweihung des Mariensteins im Fronberggebiet steht nichts mehr im Wege.

Das Gelände um die im Dorf auch als "Mutter-Gottes-Stein" bekannten Felsformation wurde vom Traditionsverein Feuerwehr Schreiersgrün mit Wegmarkierung und Sitzgelegenheiten erschlossen. Vereinsmitglied Georg Gräßler hat nicht nur eine Marienstatue für das Areal geschnitzt, sondern auch erklärende Texte zu Mutter-Gottes-Stein, Marienkapelle und Marienquelle verfasst, die auf Hinweistafeln Wissen über den sagenumwobenen Marienstein vermitteln. Der Sage nach soll ein Bildhauer eine böse Tat dadurch gesühnt haben, indem er in den Fels ein Mutter-Gottes-Bild meißelte.


Die Erschließung des Felsens ist für Robert Tiepner vom Traditionsverein nur der erste Schritt. Langfristig soll der Weg zum Marienstein zu einemr Steinbruch-Lehrpfad erweitert werden, der möglichst viele der 16 ehemaligen Granitbrüche und Löcher wie Grünerts Pöhl oder Tiepners Knock im Fronberggebiet für Wanderer erschließt.

Einweihung Marienstein am Sonnabend, 10. August in Schreiersgrün; bis 10 Uhr Treffpunkt am Sportplatz, anschließend Wanderung zum Marienstein; gegen 10.30 Uhr Veranstaltung mit Weihe durch Pfarrer Stefan Konnerth und Grußworten, anschließend Rückmarsch und Grillen an Sportgaststätte.


Bäckermeister Wunderlich backt ein Marienbrot

Fronberger - ein Brötchen, benannt nach der Höhe zwischen Schreiersgrün und Reumtengrün - gibt es bereits. Jetzt kommt das Marienbrot dazu. "Gebacken ausschließlich mit Rohstoffen, wie sie auch unsere Vorfahren zur Verfügung hatten" beschreibt Bäckermeister Volker Wunderlich (Foto) von der gleichnamigen Feinbäckerei in Schreiersgrün das Backwerk. Das kommt speziell zur Einweihung des Mariensteines aus dem Backofen und wird anschließend außer in Schreiersgrün auch in den drei Filialen verkauft. "Wie lange, das hängt davon ab, wie es den Kunden schmeckt" sagt der Bäcker, der das Brot zusammen mit seinem Sohn Erik kreiert hat.

Die Zutaten des Natursauerteigbrotes: Roggen (60 Prozent), dazu Dinkel (25) und Einkorn (15) - zwei Verwandte des Weizens - und Gerstenmalz. "Ein rustikales Brot, straff gebacken, damit die Aromen sich gut entfalten", beschreibt der Bäcker das Marienbrot. Damit einen kulinarischen Höhepunkt zur Marienstein-Einweihung beizusteuern, war für den Bäcker mit Leib und Seele Ehrensache; schließlich ist Volker Wunderlich auch Mitglied im Traditionsverein Feuerwehr Schreiersgrün. Dessen Mitglieder haben das Herrichten des Mariensteines und des dazugehörigen Wanderpfades initiiert und umgesetzt. Wer am Sonnabend zum Marienstein wandert, kann das Marienbrot probieren. (how)

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