Schüler vertonen Geschichte

Zum Andreas-Schubert- Jubiläum bringt sich auch die Grundschule ein. Für die Ausstellung werden Audiodateien produziert.

Steinberg.

Moritz Blei leiht Andreas Schubert seine Stimme. Mit seinen Mitschülern erstellt der Viertklässler zurzeit Audiodateien für die Ausstellung anlässlich des 150. Todestages von Schubert, die am Wochenende im Museum der Gemeinde Steinberg eröffnet wird. Moritz (9) spricht das Kapitel über Schuberts Bildungsweg.

Das Vertonen von Geschichten aus dem Leben des Wernesgrüner Bauernsohnes Schubert, der im 19. Jahrhundert zu einem der bekanntestes Ingenieure und Hochschullehrer Sachsens wurde, ist ein Projekt der Grundschule Rothenkirchen, die sich damit an der Schubert-Ehrung der Gemeinde beteiligt.

"Wie bringen wir den Schülern einen Mann nahe, der schon 150 Jahre tot ist? Mit dem Projekt versuchen wir es", sagt Romi Zenthöfer-Schwotzer, die die Idee zu dem fächerübergreifenden Unterricht hatte, der Deutsch, Sachunterricht und Medienkunde abdeckt. "Die Schüler machen sich mit Schuberts Leben und Leistungen vertraut, müssen lesen und verstehen und das Gelernte für ihre Altersgruppe aufbereiten", erklärt die Lehrerin. Die Göltzschtalbrücke sei vielen Kindern ein Begriff, die erste deutsche Lok Saxonia oder das erste Elbe-Dampf- schiff schon schwierigerer Stoff. Aus den Texten der Schüler entstehen rund zweieinhalb Minuten lange Audiodateien, die die Kinder selbst einsprechen. Als Interview, Gesprächsrunde, kleines Hörspiel oder Kommentar. "Dafür haben wir den Turngeräteraum zum Tonstudio umfunktioniert, den Raum mit dem geringsten Hall", sagt André Zühlke vom Sächsischen Ausbildungs-und Erprobungskanal in Plauen, der das Projekt medientechnisch betreut.

Die fertig produzierten Audiodateien, die kindgerecht Wissen über Andreas Schubert vermitteln sollen, werden auf den entsprechenden Schautafeln in der Ausstellung platziert und dort über QR-Codes abrufbar sein. Die wird am Samstag eröffnet. Bis dahin gibt es für Moritz und seine Mitschüler noch viel zu tun.

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