Schule noch eine Weile Baustelle

Über mehrere Jahren wird die Dorfstädter Grundschule mit neuer Brandschutztechnik ausgerüstet. Der erste Abschnitt ist fast abgeschlossen.

Dorfstadt.

Für 69 Mädchen und Jungen, die an der Grundschule Dorfstadt lernen, ist weiter Unterricht unter erschwerten Umständen angesagt. Denn das Haus wird seit 2014 brandschutztechnisch modernisiert. Bei laufendem Schulbetrieb sei das natürlich schwierig, sagte Planerin Anke Reißig bei einem Rundgang zur Stadtteilbeiratssitzung am Dienstag. Allerdings werde verstärkt in den Ferien gebaut und auch an Wochenenden.

Nachdem neben der Eingangstür eine Fluchttreppe zur ersten Etage gebaut und bei dieser Gelegenheit der Vorplatz neu gestaltet wurde, folgten Umbauten im Inneren: Fluchttüren, Rauchschutztüren, ein zweiter Rettungsweg. Abgesehen vom Keller ist mittlerweile auch der Hort mit über 60 betreuten Kindern für Feuer-Notfälle gerüstet. Die alte Decke im Eingangsbereich ersetzt eine Spezialdecke. Zimmertüren, die sich nach außen öffnen ließen, zeigen jetzt nach innen. "Das musste sein, weil sie in den Fluchtweg hineingereicht hätten", erklärte Anke Reißig. Nicht länger nutzbar ist die oberste Etage. "Dort wäre ein zweiter Fluchtweg nicht möglich gewesen", so die Architektin.

Der Keller im Altbau wird in den zweiten, für 2019 geplanten Bauabschnitt mitgenommen. Dann richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Turnhalle. Dort musste bereits eine breite Fluchttür eingebaut werden, denn die Halle ist auch Veranstaltungsort. Deshalb seien hier die Auflagen andere, berichtete Reißig. Noch ist die Fluchttür mit einer provisorischen Treppe verbunden. Die Ausschreibungen für einen normgerechten Nachfolger haben begonnen. Um beim Verlassen des Gebäudes über die Treppe unmittelbar am Fußweg anzukommen, muss dieser verlegt werden.

Nötig hat die Turnhalle auch eine Wärmedämmung. Eine entsprechende Deckenkonstruktion sowie die Verkleinerung großer Fensterflächen sollen dafür sorgen. "Oben bleibt ein Fensterband, das geöffnet die Luftzirkulation ermöglicht", sagte Anke Reißig. Alle anderen Fenster zur Dorfseite werden zugemauert. "Sonst hätten wir dort noch eine Prellwand anbringen müssen."

Etwa 150.000 Euro investierte Falkenstein in den ersten Bauabschnitt. Die Hort-Ertüchtigung kostete weitere 160.000 Euro. Freistaat und Vogtlandkreis beteiligten sich mit 85.000 Euro.

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