Silberne Hochzeit: Steinberg leistet sich eine Sonderschau

Die Organisatoren ziehen mit der neuen Ausstellung im Ströherhaus eine Bilanz über das Zusammenwachsen dreier ehemals eigenständiger Orte. Eine Erfolgsgeschichte ist das Gewerbegebiet.

Steinberg.

"Mit unserer Einheitsgemeinde ging es immer aufwärts", zog der Rothenkirchener Wolfgang Stölzel beim Betrachten der Sonderschau "25 Jahre Gemeinde Steinberg" im Kulturpunkt Ströherhaus eine positive Bilanz. Bei der Eröffnung am Samstag und am Sonntag hatten sich dort viele Besucher aus den Ortsteilen Rothenkirchen, Wernesgrün und Wildenau eingefunden. Die meisten haben den Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Kommunen zur Gemeinde Steinberg mit erlebt und verfolgt.

Besiegelt wurde die neue Gemeinde am 24. März 1994 mit der Unterzeichnung einer Urkunde von den damaligen Bürgermeistern Bernd Roßberg (Rothenkirchen), Bernd Wolf (Wernesgrün) und Ulrich Wolf (Wildenau). Die Stimmberechtigten unter den 3371 Einwohnern hatten zuvor darüber abgestimmt. "Den Wernesgrünern war die Entscheidung schwer gefallen. Nur 56 Prozent hatten dafür gestimmt", erinnert sich der Macher der Ausstellung, Günter Bäuerle. Forciert hatte den Zusammenschluss der Rothenkirchener Bürgermeister Bernd Roßberg, der zum ersten Bürgermeister der Steinberggemeinde gewählt wurde. Seine Nachfolger waren Günter Pührer (Bürgermeister von 2008 bis 2015) und Andreas Gruner (seit 2015). Namensgeber der neuen Gemeinde war der Steinberg, der Hausberg aller drei Dörfer.


Der erste Schritt zu Gemeinsamkeiten wurde bereits vor der eigentlichen Fusion gelegt: Das war die Gründung des Gewerbegebietes Rothenkirchen Anfang der 1990er Jahre. Inzwischen haben sich dort viele Unternehmen angesiedelt und wie die Zahoransky AG und Coty (ehemals Londa) erweitert. Letztere ist neben der Brauerei in Wernesgrün die größte Firma der Gemeinde. Zusammen mit gut sortierten Handwerks- und Gewerbebetrieben tragen sie zu Wirtschaftswachstum bei, das Arbeitskräfte und Bauwillige anlockt und die Gemeindekasse füllt. Den Aufschwung konnten die Besucher der Schau an den nach Jahren geordneten Bildtafeln verfolgen. Fotografiert und zusammengestellt wurden sie von den Ortschronisten Günter Bäuerle (Rothenkirchen), Gabi Nitsche (Wernesgrün) und Andreas Gruner (Wildenau).

Rothenkirchen bekam als Sitz der Einheitsgemeinde 1997 ein neues Rathaus. Die Rothenkirchener Grundschule, seit der Sanierung 2006 eine Ganztagsschule, wird von allen Steinbergkindern bis zur vierten Klasse besucht. 2015 wurde der Zentrale Bauhof im Gewerbegebiet eingeweiht.

Neben den gewachsenen Gemeinsamkeiten blieb der dörfliche Charakter eines jeden Ortsteiles bestehen. Erhalten wurden auch die drei Kindergärten und die Ortsfeuerwehren. Saniert oder erneuert wurden die Sportstätten beziehungsweise die Treffpunkte der Sportvereine. Wie die Bilder der Sonderschau zeigen, können die Steinberger auch gemeinsam feiern. Im Jahr des Zusammenschlusses richteten sie den Tag der Vogtländer aus. Der davon gezeigte Film rief bei den Besuchern Erinnerungen wach. Vorher- und Nachherfotos machen die Verbesserung der Infrastruktur deutlich. Besondere Ereignisse für die Rothenkirchener waren die Einweihung des Dorfplatzes im Jahr 2003 und für die Wildenauer der neue Sportplatz 2012. Die Wernesgrüner bezogen 2010 ihr neues Sportlerheim.

Service Die Sonderschau im Ströherhaus hat an folgenden Wochenenden geöffnet: am 11. und 12. Juni, 6. und 7. Juli sowie am 10. und 11. August. Die Ausstellung kann jeweils von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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