Stadt kauft Areal am Tiergarten

Falkenstein will Schandfleck beseitigen

Falkenstein. Die Stadt Falkenstein kann nach Jahren des Hin und Her frühere Teilflächen des Tiergartens vom Alteigentümer kaufen. Der Falkensteiner Stadtrat hat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, die Grundstücke zwischen Allee und Heinrich-Heine-Straße zum Preis von 200.000 Euro zu erwerben.

Das Areal hat insgesamt eine Größe von rund 14.468 Quadratmetern und umfasst vier Flurstücke. "Mit deren Erwerb haben wir die Chance, den Schandfleck Stück für Stück zu beseitigen", verdeutlichte Bürgermeister Arndt Rauchalles (CDU). Auch Wirtschaftsförderer Sören Voigt gab sich zuversichtlich: "Die Verträge sind unterschriftsreif." Mit der Zustimmung des Stadtrates sei jetzt der Weg für die Formalitäten frei.


Der Kaufpreis soll in zwei Raten beglichen werden. Die erste Rate in Höhe von 150.000 Euro würde nach Vorlage der erforderlichen Grundbucheintragungen fällig. Die zweite Rate von 50.000 Euro soll bis 31. Januar 2009 gezahlt werden. Besitz und Nutzungsrecht würden mit der ersten Ratenzahlung auf die Stadt übergehen. "Wir sollten die Gelegenheit nutzen, zumal die Kommune so einen längeren Rechtsstreit mit den Alteigentümern vermeiden kann", fand Stadtrat Lutz Mothes (Linkspartei).

Wenn alles klappt, findet eine scheinbar unendliche Geschichte ihren Abschluss. Als vor Jahren den Rückforderungsansprüchen der in Westdeutschland lebenden Familie Meisel auf das Tiergartengelände stattgegeben wurde, hatte sich der Zoo auf die benachbarten kommunalen Grundstücke zurückgezogen. Dort wurde in einer langwierigen Umgestaltung für rund 200 Tiere ein neues Domizil geschaffen. Für das obere, stadtwärts gelegene Gelände hatte die Kommune schon längere Zeit Kaufabsichten signalisiert.

Während die Verhandlungen mit den Alteigentümern auf der Stelle traten, entwickelte sich das Areal immer mehr zur Wildnis. Der miserable Zustand des Geländes hatte zunehmend für Kritik bei Falkensteiner Einwohnern und Gästen gesorgt. Pläne für eine Neugestaltung gibt es auch schon, wie Stadtchef Rauchalles andeutete: "Es könnte ein parkähnliches Gelände mit einem großen Kinderspielplatz entstehen. Eine Vergrößerung des Tiergartens ist nicht vorgesehen."

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