Stadt weist Vorwurf zurück

Naturschützer hatten der Kommune in Sachen Maschinenteich unter anderem "fehlenden Fachverstand" bescheinigt.

Auerbach.

"Enttäuscht" zeigt sich Auerbachs Bauamtsleiter Patrick Zschiesche über die Vorwürfe, die Naturschützer im am Donnerstag erschienenen Artikel zum Radweg am Maschinenteich erhoben. Mehrere Verbände hatten der Verwaltung unter anderem "fehlenden Fachverstand" bescheinigt, weil eine Wegführung am Ostufer des Gewässers noch nicht ganz ausgeschlossen ist. Zschiesche erklärt dazu, in Beratungen vom März und April dieses Jahres habe man die weitere Vorgehensweise abgestimmt. "Wir erwarten den Abschlussbericht des Artenschutzfachbeitrages für Ende Juni. Im Anschluss daran erfolgt anhand einer Eingriffsbilanz für die Varianten eine Ausgleichsberechnung." Auf Grundlage dieser Erkenntnisse, die nicht vor Juli/August 2019 vorliegen würden, könnten dann verschiede Varianten für den Radwegbau als Genehmigungsplanung bei der Unteren Naturschutzbehörde vorgelegt werden.

Parallel sollten auch Naturschutzhelfer Michael Thoß sowie der BUND die Unterlagen erhalten. "Erst zu diesem Zeitpunkt kann ein Austausch der Belange stattfinden. So lang dies nicht erfolgt ist, werden die Pläne auch nicht genehmigt", so Zschiesche. Am ganzen Verfahren seien anerkannte Planungs- und Gutachterbüros beteiligt. "Insofern ist der Vorwurf des fehlenden Fachverstandes schlichtweg falsch", meint der Amtsleiter. Die Stadtverwaltung Auerbach sei sich der bestehenden Naturschutzbelange durchaus bewusst.


Das Gutachten zum Artenschutz am Maschinenteich hatte die Stadt nicht etwa von Michael Thoß erstellen lassen, der sich vor Ort bestens auskennt, sondern von einem Büro aus Bayern. Dieses hatte sich dann wiederum mit dem Auerbacher Naturschutzhelfer in Verbindung gesetzt, um die notwendigen Informationen zu bekommen.

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