Städte sollen selbst für Sicherheit sorgen

Innenminister Roland Wöller (CDU) zu Gast in der Redaktion

Plauen/Auerbach.

Die Polizei im Vogtland wird verstärkt - aber die Kommunen müssen auch selbst mehr für ihre Sicherheit tun. So die Grundaussage von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) bei seinem Besuch in der Plauener Redaktion der "Freien Presse". Ein weiterer Schwerpunkt: Soll es im Vogtland wieder bedeutende Bildungseinrichtungen oder Ämter geben?

Polizeireviere: Das Plauener Polizeirevier wird ab 2019 saniert. Das Gebäude ist marode, nötig wäre die Sanierung schon lange. Warum erst so spät? Wöller: "Das ist kein Problem des Geldes." Es fehle aber an Personal im Sächsischen Immobilien- und Baumanagement, das solche Sanierungen koordiniert. Auch die anderen Reviere im Vogtland seien in ihrem Bestand gesichert.

Personalstärke: In Sachsen sind laut Innenminister ab 2019 mehr Polizisten geplant, besonders im Streifendienst und für die Bekämpfung von Kriminalität. Konkrete Zahlen, wie viele neue Einsatzkräfte herkommen und für mehr Präsenz sorgen sollen, nannte er nicht.

Wachpolizei: Seit zwei Jahren verstärken Wachpolizisten die Reviere. Diese Möglichkeit läuft 2020 aus. Ob das Projekt verlängert wird, steht laut Minister nicht fest. Doch selbst wenn - eine Dauerlösung ist es nicht. Wöller: "Die Wachpolizei wird endlich sein."

Städte sollen ran: Nicht nur die Polizei, auch die Kommunen sollen mehr für die Sicherheit tun, so der Innenminister. "Sie könnten die Jugend- und Sozialarbeit stärken." Dafür sollen die Städte und Gemeinden finanzielle Unterstützung bekommen. Ob die vogtländischen Städte bislang zu wenig machen, dies wollte der Minister so konkret damit zwar nicht ausdrücken. Allerdings sagte er: "Da ist Luft nach oben."

Ländlichen Raum stärken: Das Aus für den Hochschulstandort Reichenbach wurde als Bedeutungsverlust für den ländlichen Raum im Vogtland gewertet. Will die Landespolitik gegensteuern und Bildungseinrichtungen oder Ämter im Vogtland ansiedeln? Der Minister schloss das zwar nicht kategorisch aus, hielt den Ball aber betont flach: "Ich werde keine Versprechungen machen, die man nicht halten kann."

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