Starke Männer bekommen Verstärkung

Die Highland-Games zogen am Samstag viele Gäste nach Waldkirchen. In diesem Jahr gab es sogar eine Premiere.

Waldkirchen.

Highland-Games ist eine Männer-Sache. In Waldkirchen war das bisher schon drei Mal so. Nicht jedoch am Samstag. Da mischte sich beim vierten Wettbewerb eine Frau unters Männervolk - Irene Beifuss aus Mainz. Sie war eines von vier Mainzelmännchen, so hieß das Team aus Rheinland-Pfalz, dass nur wegen dieses Spaßwettbewerbs die 430 Kilometer Autobahn unter die Räder genommen hatte, um ins Vogtland aufzubrechen - und das mitten in der Nacht.

Ein Teammitglied flog sozusagen direkt aus Sardinien ein, um nach dem Urlaub auf schnellstem Wege ins Vogtland zu eilen. "Ich bin am Freitag in Frankfurt gelandet, dann nach Mainz gefahren und direkt ins Auto zu den anderen gestiegen. Geschlafen habe ich während der Fahrt hierher", berichtet der junge Mann. Die Rheinland-Pfälzer maßen sich mit vier vogtländischen Mannschaften im Traktorreifenziehen, Baumstammslalom, Schubkarrenfahren und anderen originellen Wettbewerben.

Die Waldkirchner Highland-Games waren einer der vielen Höhepunkte des Hoffestes der Marienhöher Milchproduktion und Direktvermarktung - allerdings nicht vom veranstaltenden Betrieb organisiert, sondern von dörflichen Akteuren. Viel zu lachen gab es auf beiden Seiten, bei den Protagonisten und bei den Zuschauern. Auch die Gäste aus Mainz hatten ihren Spaß, allen voran Irene Beifuss: "Ich bin hier die Quote und, egal wie wir abschneiden, die beste Frau des Wettkampfes", gab sich die Teilnehmerin kämpferisch, bevor sie noch anfügt: "Ich wusste zwar, dass ich hier gegen lauter Männer antrete, aber nicht, dass ich Baumstämme werfen muss. Aber ich mag solche Wettbewerbe, deswegen mache ich auch mit".

Auf die Beine gestellt hat das alles Michael Gerbel aus Mainz. Er war voriges Jahr auf Verwandtschaftsbesuch in Waldkirchen bei Matthias Wirth, der seinen 60. feierte. "Wir haben uns Fotos von den Highland-Games angeschaut. Da habe ich gesagt, dass ich auch mitmachen will und habe mich gleich angemeldet". Sein Team trommelte der Mainzer dann erst kurz vorher zusammen.

Es gab auch eine Neuerung beim Wettbewerb: Die Organisatoren hatten das Bierkrugstemmen aus den Vorjahren durch Sackhüpfen ersetzt. "Beim Bierkrugstemmen konnte immer nur einer aus jedem Team mitmachen. Wir wollten aber Wettkämpfe für alle Teilnehmer anbieten", begründet Jan Bauer das geänderte Konzept. Zwei Männer, im gleichen Takt hüpfend in einem großen Plastiksack, dies kann auch sehr amüsant sein, besonders wenn Jan Bauer die Aufgabenstellung erklärt: "Jedes Tam kann entscheiden, welcher Sack zuerst hüpft". Fitness, gepaart mit Körperspannung und ausgefeilter Technik brachten auch bei dieser neuen Disziplin deutliche Vorteile.

Platz eins ging schließlich an Matth's Söldnertruppe, ein Team aus Rodewisch. Die Waldkirchner Teilnehmer und Vorjahressieger Banana Joe sicherten sich den zweiten Platz und dritter wurden die Frechen Wenzel aus Heinsdorfergrund. Die Mainzelmännchen landeten dann auf dem undankbaren vierten Platz. Aber egal: Spaß hatten auch sie jede Menge.

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