Startschuss für Umbau des Ellefelder Marktes

Ein Plauener Architekturbüro bereitet die Arbeiten an dem markanten Gebäude vor. Jetzt geht es auch darum, was dort einmal einziehen wird.

Ellefeld.

Das Gebäude des Ellefelder Marktes stand am Mittwochabend im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Mit der Vergabe der Planung des Umbaus an das Plauener Büro Neumann Architekten fiel der Startschuss für den Ausbau zum neuen Ortszentrum. Einen konkreten Zeitplan gibt es zwar noch nicht. Bürgermeister Jörg Kerber (parteilos) hofft aber, dass "wir Mitte nächsten Jahres die Baugenehmigung beantragen können". Zu Umbaukosten wollte er keine Aussagen treffen.

Nach einer europaweiten Ausschreibung hatten am Ende zwei Architekturbüros im Gemeinderat ihre Pläne vorgestellt. Der Rat habe sich für eine sehr moderne Variante entschieden, so Kerber. Allerdings sei noch nichts in Stein gemeißelt. "Wir hatten bisher bei dem Projekt eine große Bürgerbeteiligung, und wir wollen die Menschen auch weiter mitnehmen. Die Ellefelder haben auch in Zukunft die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen. Das ist auch vom Architekten so gewollt", erklärt der Bürgermeister. Kerber sieht in dem Projekt eine sehr gute Gelegenheit, den Ellefelder Ortskern nachhaltig und für alle Generationen mit Leben zu erfüllen.

In der nun beginnenden Planungsphase wird entschieden, was im Ellefelder Markt einmal einzieht. Fest steht, dass ein Jahrhundertcafé eingerichtet wird. Das und das Erstellen eines Energiekonzeptes sind zwei der Forderungen, die die Gemeinde nach dem Gewinn des Wettbewerbes "Ideen für den ländlichen Raum" erfüllen muss. Das dort gewonnene Preisgeld in Höhe von 450.000 Euro war nach Aussagen Kerbers eine Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde mit der Planung beginnen kann. Der Gemeinderat hat am Mittwoch auch die Planung der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten sowie für Elektrik und Tragwerk vergeben.

Mit den Beschlüssen vom Mittwoch hat die Umgestaltung des Gebäudes an Fahrt aufgenommen. Im Sommer 2018 hatte die Gemeinde das 1888 errichtete Haus erworben. Ebenfalls im Vorjahr wurden die Ellefelder eingeladen, Ideen für das zu DDR-Zeiten als Suppenfabrik genutzte Gebäude abzugeben. Nach den Wünschen der Bürger sollen sich zu den beiden bereits vorhandenen Lebensmittelgeschäften ein Genossenschaftsladen, das Jahrhundertcafé, ein Bürgerraum und ein Jugendbüro gesellen.

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