Statt Naturladen jetzt Waldbaden

Die Coronakrise hat dem Geschäft in der Falkensteiner Schlossstraße den Todesstoß versetzt. Die Inhaberin hat neue Pläne.

Falkenstein.

Nach dem Start im Herbst 2018 sei es eigentlich gut angelaufen mit ihrem Geschäft in der Schlossstraße 19, sagt Annegret Angela Mense (58). In ihrem Falkensteiner "Naturladen und Elfenparadies" verkaufte sie handgefertigten Schmuck, Traumfänger, Hanfprodukte, Gesundes aus Kräutern und Honig, Räucherstäbchen, Gefilztes und Ähnliches. Der schönen Natur wegen war sie von Zwickau nach Grünbach umgezogen, etliche Vogtländer kannten bereits ihr erstes Geschäft in der Zwickauer Bahnhofstraße. Doch schon seit vergangenem Winter habe sie kaum noch Umsatz gemacht, berichtet die Geschäftsfrau. Dann kam die Zwangsschließung im Zuge der Coronakrise, und auch nach der Wiedereröffnung blieb die Kundschaft aus. "Die Leute gehen ungern einkaufen in diesen Zeiten - mit Maske geht es nur schnell rein, schnell raus", sagt sie. Sie entschied sich schweren Herzens für die Schließung. Jeweils mittwochs läuft derzeit noch der Ausverkauf.

Ausbauen will sie statt dessen ein anderes Tätigkeitsfeld: Bereits 2019 bot sie erstmals "Waldbaden" an - vier bis sechs Stunden lang führt sie kleine Gruppen durch die Wälder der Region, etwa zum Schwarzen Stein, der Bastei und dem Kleinen Affenstein im Gebiet zwischen Grünbach und Falkenstein, oder durchs Triebtal. "Natürlich kann man auch alleine in den Wald gehen - aber das wollen einige aus verschiedenen Gründen nicht", meint Annegret Mense. Außerdem wird bei ihrem Waldbaden mehr geboten: Sie sind zugleich oft Vogelstimmen- und Kräuterwanderungen, es gibt Achtsamkeitsübungen oder Naturklangkonzerte. Dazu kooperiert die Neu-Grünbacherin mit mehreren Partnern, bei den Konzerten zum Beispiel mit Carina Leithold.

Waldbaden helfe gegen diverse gesundheitliche Probleme, sagt Annegret Mense: Für die Lungen sei es ebenso gut wie für den Blutdruck; Stressfaktoren, Depressionen und Allergien könnten positiv beeinflusst werden. Man umarme auch mal Bäume, lege Mandalas oder veranstalte Picknicks: "Die Luft in den vogtländischen Kiefern- und Fichtenwäldern ist besonders gut, die Leute kehren zurück zur Natur und finden Ruhe." Eine zu hohe Teilnehmerzahl sei dafür kontraproduktiv, hat sie festgestellt: "Fünf bis acht Personen, mehr sollen es nicht sein." Seit kurzem darf sie die Touren wieder anbieten, zwei bis dreimal pro Woche ist sie seitdem unterwegs.

Kontakt unter www.regenbogenland-zauberwelt.de

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