Storchenpaar fühlt sich in Treuen wohl

Ornithologen wollen den potenziellen Brutplatz an der Brauerei Blechschmidt bewahren. Wie, das muss noch geklärt werden.

Treuen.

Nach einer Ortsbesichtigung in Treuen ist Werner Limmer zuversichtlich, dass den Störchen auf dem maroden Schornstein der Brauerei Blechschmidt geholfen werden kann. "Es gibt Alternativen", sagte der Ornithologe aus Ruderitz bei Weischlitz der "Freien Presse". Beispielsweise könnte die schadhafte Krone des eigentlich zum Abriss bestimmten Schornsteins teilweise abgetragen und gesichert werden. Anschließend könnte er durch das Aufsetzen eines sogenannten Kunsthorstes attraktiv für ansiedelungswillige Störche bleiben. "Vorausgesetzt, die Störche nehmen diesen Horst an, wäre das eine praktikable Lösung", so Limmer.

Eine andere Lösung sei das Aufstellen eines Gittermastes oder eines Holzmastes mit Nisthilfe. "Hinter der Brauerei ist ein große Wiese - das Gelände wäre dafür ideal", findet der Storchexperte, der in Weischlitz die Verlegung eines Storchennestes von einem Fabrikschornstein auf einen Gittermast organisiert hat.


Natürlich erfordere jede Lösung noch Gespräche mit den Eigentümern der Brauerei und der Wiese sowie mit Naturschutz-Behörden, so Werner Limmer nach seinem Ortstermin, Sein Eindruck: "Den Jungstörchen gefällt es auf dem Treuener Schornstein. Sie haben sich fleißig im Nestbau versucht und auch kopuliert." Auch das noch in der Erprobungsphase. Denn bis zur Geschlechtsreife lassen sich Jungstörche immer mal irgendwo nieder und sammeln so Erfahrungen. Insofern sei es kein Problem, wenn dass Treuener Paar noch kein richtiges Nest zustande bekommt, meint Limmer. Vielleicht sei ja bis zur nächsten Saison eine Lösung gefunden. Und es kommen wieder Störche, denen es in Treuen gefällt.

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