Tempolimit: Über 25.000 Verstöße festgestellt

Kreisrat bringt weitere Überwachungstechnik ins Gespräch

Plauen.

Eine anhaltend hohe Zahl von Geschwindigkeitsverstößen im Vogtlandkreis beklagt der Kreistagsabgeordnete Enrico Bräunig (SPD) trotz des Überwachungsdrucks mit mobilen und stationären Blitzern. Der Klingenthaler hat sich im Kreistag Auskunft geben lassen über die Anzahl festgestellter Verstöße.

Bräunig: "Ich wollte wissen, ob sich etwas geändert hat, weil es immer wieder Diskussionen gibt, ob die Kontrollen berechtigt oder Abzocke sind. In meinen Augen zeigen die Zahlen, dass die Kontrollen absolut notwendig sind. Autos werden immer schneller, die Straßen besser, der Verkehr nimmt zu. Da ist es eine Frage der Sicherheit, dass die Geschwindigkeit eingehalten wird", sagt der Bundespolizist - wohlwissend, dass "diese Auffassung nicht überall geteilt wird". Bräunig strebt eine Diskussion im Kreistag an: Über die Standorte der Kontrollen und möglicherweise den Kauf eines zweiten Blitzerautos. "Es wird sehr oft von Kommunen angefordert", weiß Bräunig. Im Jahr 2017 war das jetzt eingesetzte Fahrzeug an 202 Tagen im Einsatz.

An den sechs stationären Blitzern des Vogtlandkreises in Ellefeld, Schöneck, Rodewisch, Irfersgrün, Mühltroff und Cunsdorf wurden im Jahr 2017 knapp 25.000 Verstöße festgestellt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind es mit 11.100 weniger als die Hälfte gewesen. Allerdings ist der Schönecker Blitzer derzeit offenbar außer Betrieb. Er war seit Anfang des Jahres nicht einen Tag "scharf".

Angaben über die Einnahmen machte die Behörde nicht. Bräunig hat danach auch nicht gefragt. Fakt ist, dass die Kontrollergebnisse 2017 fast 200-mal zum Fahrverbot führten und 685-mal die Bußgeldgrenze erreicht wurde. Die meisten der Verstöße, rund 18.000, blieben im Verwarngeldbereich. Nicht enthalten sind Zahlen der Stadt Plauen.

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