Therapierunde verlangt Janek alles ab

Der dreijährige Brockauer macht weiter Fortschritte. "Freie Presse"-Leser helfen dabei - Familie Schaller dankt allen.

Brockau.

Janek Schaller aus Brockau hat im Adelizentrum Piestany/ Slowakei seine dritte Therapierunde absolviert. "Freie Presse"-Leser und viele Vogtländer haben gespendet, um dem kranken Kind die Therapien zu ermöglichen. Der Dreijährige leidet an einer so genannten Zerebralparese, einer durch frühkindliche Hirnschädigung ausgelösten Bewegungsstörung. Die beiden ersten Therapierunden hatten sowohl in Bewegung als auch bei der Sprache deutliche Fortschritte erzielt. Doch Janek und seine Eltern sind noch lange nicht am Ziel angelangt.

"Diesmal hatten wir keinen guten Start, denn Janek wollte nicht zur Therapie, die für ihn anstrengend und schmerzhaft ist", berichtete seine Mutter Stephanie Schaller. Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit durch Mutti und Schwester, damit der Junge den zweiwöchigen Marathon mit täglich fünf oder sechs Stunden Training auf sich nimmt.

Nur sonntags hatte er frei. An den übrigen Tagen war Ganzkörpertraining mit dem astronautenartigen Adeli-Anzug angesagt, was dem Jungen oft Muskelkater bescherte. Danach folgten Muskellockerungen, Sauerstoffinhalationen und weitere Therapien. "Diesmal trainierte Janek viel am Rollator", berichtet Stephanie Schaller. Mitte November soll er nach langem Warten zu Hause ein solches Gerät erhalten, um sich damit selbstständig fortbewegen zu können.

Die Therapieerfolge in Piestany brachten den Jungen auch diesmal deutlich nach vorn. "Janek konnte erstmals die hohe Leiter auf dem Spielplatz allein erklimmen und eine Treppe ohne Hilfe herabsteigen", freut sich seine Mutter. Die sprachliche Entwicklung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass der kleine Brockauer mit seinen Geschwistern kommunizieren kann, wenn auch noch nicht ganz altersgerecht. Seit August bekommt er zusätzlich Logopädieeinheiten in Netzschkau, damit sich die Sprache verbessert.

Schallers sind froh, dass sich Janeks anfängliche Abneigung gegen die Adeli-Therapierunde schnell gegeben hat und er wieder stolz auf seine Leistungen war. "Als wir nach Hause fahren wollten, war Janek traurig und wollte bei seinen Therapeuten bleiben." Im Februar 2019 soll es die vierte Therapierunde in Piestany geben. Auch dafür reicht das gespendete Geld noch.

Wer mehr über Janek und seine Fortschritte erfahren will, kann ab sofort seine Internetseite https://janek-schaller.jimdofree.com besuchen. Familie Schaller möchten damit vor allem die vielen Spender und Unterstützer auf dem Laufenden halten. Ziel der Familie ist es, Janek auch künftig zwei Therapieeinheiten pro Jahr zu ermöglichen, solange mit dieser speziellen und in Deutschland nicht angebotenen Behandlung Fortschritte erreicht werden.

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