Tore und Radler lassen die Spendenkasse klingeln

Freizeitsportler haben zum Auerbach-Aktiv-Tag am Sonntag über 400 Euro eingespielt. Das Geld wird an die Deutsche Stammzellspenderdatei überwiesen.

Auerbach.

Vier Stunden jagt eine Partie die nächste. Bis neun Mannschaften ihre Kräfte gemessen haben, dauert es seine Zeit. Am Ende des Tischkicker-Turniers ist das Soll übererfüllt - und der Doppelsieger ermittelt: Bei den Jugendlichen siegte das Team Diakick, bei den Erwachsenen der SV Eintracht Auerbach. Nicht nur die Aussicht auf Preise ließen die menschlichen Spielfiguren zu Höchstform auflaufen. Für den Wettkampf zum Auerbach-Aktiv-Tag am Sonntag in der Schloss-Arena hatte die Stadtverwaltung angekündigt, pro Tor einen Euro an die Deutsche Stammzellspenderdatei zu überweisen. Am Ende war der Ball 201 Mal im Netz gelandet. Die etwa 200 Teilnehmer des Grenzland-Radmarathons mit Start und Ziel in der Arena legten noch einen Euro pro Starter drauf.

Sporthalle und Parkplatz hatten sich für den Tag in eine Stände-Landschaft verwandelt. Drinnen sprach eine Erlebnis-Bewegungswelt vor allem Familien mit kleineren Kindern an. Draußen wurde jeder fündig: bei Geschicklichkeitsspielen, Barfußpfad-Begehungen, Parcours-Fahrten per Segway und Hoverboard, an Info- und Imbissstationen. Auf die Bühne bat das Tanzstudio 1-2-Step Menschen mit und ohne Handikap. Über den Nachmittag verteilt, zeigte eine Sparte beim SV Fortuna Auerbach, die sich Inklusiv-Tanz Aktiv nennt, dass Tanzen auch in Zeiten von Restriktionen Spaß machen kann - wenn sich der Abstand einhalten lässt.

Auf die nötige Distanz mussten die Stand-Betreuer von Vereinen, Auerbacher Jugendhäusern, der Diakonie und Verbraucherzentrale nicht ständig achten. Platz gab es im Freien mehr als genug. Den überdachten Teil hatte die Sportjugend vom Kreissportbund Vogtland unter ihren Fittichen. Beim Betreten der Bewegungswelt mit etlichen Stationen ausgereichte Armbänder erleichterten die Gästezählung.

Ein Programmpunkt musste ausfallen. Am Freitag hatten fast alle sechs Schulen ihre Teilnahme am Staffellauf der LSG Auerbach zurückgezogen. Mann wollte auf Nummer sicher gehen, denn die Schulaufsichtsbehörden des Freistaates Sachsen hatten widersprüchliche Hinweise in Bezug auf Corona-Regelungen veröffentlicht. "Das ist schade, aber wir müssen diese Entscheidung akzeptieren", sagte Hauptorganisatorin Claudia Minz von der Stadtverwaltung.

Auch am Stand des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost kam ein wenig Ernüchterung auf. Besucher, die sich als Stammzellspender registrieren ließen, konnte Karen Utikal an nur etwas mehr als zwei Händen abzählen. "Das ist aber normal, wenn kein spezieller Patient dahinter steht", sagte die Koordinatorin für Sachsen.

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