Torte als Dank an Bauarbeiter

Seit Freitag rollt auf der Kaiserstraße in Auerbach wieder der Verkehr. Die Anlieger atmen auf, die Stadt kann einen Haken hinter ihr 2,5-Millionen-Euro-Projekt machen.

Auerbach.

Von den Anwohner gab es am Freitag nur Lob. "Die Bauarbeiter haben gut gearbeitet und möglich gemacht, was ging", sagte Frank Schirmer vom gleichnamigen Wäscheservice an der Kaiserstraße. Die ist am Freitag nach zweijähriger Bauzeit komplett für den Verkehr freigegeben worden. "Natürlich war die monatelange Sperrung für Gewerbetreibende hart. Aber Corona ist härter", hofft Schirmer, dass die Straße sich jetzt wieder belebt.

Ein paar Meter weiter liegt der Autoservice von Jürgen Luderer. Auch er hat an der Arbeit der Bauleute nichts auszusetzen. "Ein gutes Projekt der Stadt. Und hochwertige Arbeit der Bauleute", sagt der Firmeninhaber - und zieht nach: Den Ausbau der Kaiserstraße hat Luderer zum Anlass genommen, um Zufahrt und Ausstellungsfläche seiner Werkstatt herzurichten.

Eine Investition ganz nach den Wünschen von Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos): "Die Stadt hat mit dem grundhaften Ausbau vorlegt. Vielleicht ist das die Initialzündung und Auerbachs einstige Prachtstraße bekommt etwas vom alten Glanz zurück", sagte er bei der Freigabe des zweiten Bauabschnittes zwischen Schul- und Falkensteiner Straße. Bauabschnitt 1 - zwischen Kreisel am ehemaligen Bahnhofshotel und Schulstraße, war 2019 fertiggestellt worden.

Insgesamt dauerten die Bauarbeiten an der 760 Meter langen Kaiserstraße über zwei Jahre. Die Kosten - zu 80 Prozent aus dem Programm für den kommunalen Straßenbau vom Freistaat finanziert - werden auf rund 2,5 Millionen Euro beziffert. Dafür wurden nicht nur die Fahrbahn erneuert, neue Fußwege, Parkflächen und LED-Beleuchtung gebaut, straßenbegleitend ein Radweg markiert und 32 Bäume gepflanzt. Das Gros der Arbeiten liegt unter der Straßendecke: Der Zwav erneuerte Trinkwasserleitung und Abwasserkanal und leitet einen verrohrten Bach um; der Gasversorger erneuert die Gasleitung.

Viel zu tun also für die Bauarbeiter von UTR Reichenbach. Trotz täglich neuer Herausforderungen sei man prima miteinander ausgekommen, fand Anwohnerin Christine Sobanic - und bedankte sich bei den Bauleuten mit einer selbstgebackenen Torte.

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